Politikberatung und -kommunikation

Aus Sicht vieler Ökonomen sind wesentliche wirtschaftspolitische Probleme zwar in der Wissenschaft weitgehend gelöst, die Lösungsansätze finden aber häufig in der politischen Praxis kein Gehör. Langfristig ausgerichtete und der Allgemeinheit zugute kommende Reformvorschläge haben es in einem auf kurzfristige Wahlerfolge und an Partikularinteressen ausgerichteten System schwer. Reformen finden daher oftmals nicht oder in nicht ausreichendem Maße statt. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer wissenschaftlich fundierten Politikberatung ist die Kommunikation der Reformansätze in Politik und Öffentlichkeit. Indem wissenschaftlich fundiertes Wissen in allgemein verständliche Sprache übersetzt und die Vor- und Nachteile von Reformkonzepten erklärt werden, können nicht zuletzt Bürger ihre Entscheidung an den Wahlurnen bewusster treffen – und so den Reformdruck auf die Politik erhöhen.

ECONWATCH unter den besten Newcomern weltweit

(23.01.2012) ECONWATCH zählt nach einer aktuellen Think-Tank-Studie der Universität Pennsylvania zu den besten Newcomern weltweit und belegt in dieser Kategorie Rang elf. Insgesamt wurden für die Studie über 5.300 Think Tanks nominiert. Die auf einer Befragung unter rund 1.500 Experten basierende Untersuchung nennt 194 Denkfabriken in Deutschland. Damit liegt Deutschland international auf Platz Fünf. Beim Umfang von Think Tank-Aktivitäten sind die USA nach wie vor das Maß aller Dinge: So zählt die Studie 1.815 US-amerikanische Think Tanks. Mit deutlichem Abstand folgen China auf Platz Zwei (425) und Indien auf Platz Drei (292). Knapp dahinter liegt das Vereinigte Königreich auf Platz Vier (286). Europaweit zählt die Studie 1.795 Think Tanks. Europa befindet sich insgesamt also mit den Vereinigten Staaten auf Augenhöhe. "Think Tanks spielen eine sehr wichtige Rolle in der Politikberatung", sagt Tobias Thomas, Vorsitzender von Econwatch. "Daher freut es mich ganz besonders, dass Econwatch als unabhängiger und gemeinnütziger Think Tank zu den besten Newcomern weltweit zählt," so Thomas. Die vom Politikwissenschaftler James G. McGann seit 2006 jährlich durchgeführte Studie wird zwar aus methodischen Gründen in Teilen der Wissenschaft kritisiert. Sie kann jedoch als Indikator für die Bekanntheit von Denkfabriken unter Experten dienen und stellt die umfassendste Auflistung von Think Tank-Aktivitäten weltweit.

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Think-Tank-Studie der Universität Pennsylvania


Lars Feld und Kai Konrad beraten Econwatch

Feld, Konrad

(02.01.2012) Mit Lars Feld und Kai Konrad hat Econwatch zwei Spitzenökonomen in sein Kuratorium berufen. Weiteren Sachverstand bringen der Staatsrechtler Hubertus Gersdorf und die Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele ein. Die Wirtschaftsjournalisten Matthias Benz und Philip Plickert komplettieren das Kuratorium, das den wirtschaftspolitischen Think Tank ab heute in strategischen Fragen berät. "Mit dem neuen Kuratorium wird Econwatch weiter daran arbeiten, dass wissenschaftlicher Sachverstand eine kräftigere Stimme erhält", betont Econwatch-Präsident Justus Haucap. Und das ist dringend geboten, denn obwohl die Herausforderungen für die Wirtschaftspolitik, wie die Lösung der Europäischen Schuldenkrise, zunehmen, sind wissenschaftliche Experten in der Öffentlichkeit kaum wahrnehmbar. So machen ihre Aussagen zum Thema Staatsverschuldung in den Medien mit nur einem Prozent einen verschwindend geringen Anteil aus. Haucap dankte den bisherigen Mitgliedern des Kuratoriums, deren Amtszeit am 31. Dezember 2011 endete. "Mit ihrem Einsatz haben sie einen wichtigen Beitrag zu der bisherigen Aufbauarbeit geleistet", so Haucap.

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ECONWATCH-Pressemitteilung Kuratorium (02.01.2012)
VWL-Experten in den Medien


Schulfach Ökonomie muss endlich kommen!

Seeber

(09.12.2011) Ökonomische Bildung ist heute mehr denn je erforderlich, um als mündiger Arbeitnehmer, Konsument, Steuerzahler und nicht zuletzt als Wähler verantwortungsvoll handeln zu können. Wie wichtig fundierte ökonomische Kenntnisse sind, zeigt aktuell die europäische Staatsschuldenkrise. Obwohl sie jeden Bürger betrifft, haben viele große Probleme, sich eine fundierte Meinung über die diskutierten und vollzogenen Maßnahmen zu bilden. Und auch bei anderen wirtschaftspolitisch relevanten Themen ist das nicht anders. Ein Schulfach Ökonomie bundesweit an allgemeinbildenden Schulen würde allen Schülern in Deutschland ökonomische Zusammenhänge systematisch und wissenschaftlich fundiert vermitteln. Voraussetzung für den Lernerfolg wäre allerdings, dass deutschlandweit eine eigenständige akademische Ausbildung für Wirtschaftslehrer eingeführt wird und wissenschaftlich fundierte Schulbücher genutzt werden.

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ECONWATCH-Policy Brief Ökonomische Schulbildung


ECONWATCH gewinnt Media Tenor Special Award

(08.10.11) ECONWATCH hat auf der zwölften internationalen Agenda Setting Konferenz in Luzern, Schweiz, den Media Tenor Special Award für Agenda Setting erhalten. "Es ist wichtig, wissenschaftlichem Sachverstand in der öffentlichen wirtschaftspolitischen Diskussion eine kräftigere Stimme zu verleihen. ECONWATCH setzt genau an dieser Stelle an", so Roland Schatz, CEO von Media Tenor International in seiner Laudatio. Obwohl die Herausforderungen für die Wirtschaftspolitik nicht zuletzt im Zuge der Europäischen Schuldenkrise zunehmen, sind wissenschaftliche Experten in der Öffentlichkeit kaum zu vernehmen. So machen ihre Aussagen zum Thema Staatsverschuldung in den Medien mit nur einem Prozent einen verschwindend geringen Anteil aus. Auch zu anderen wirtschaftspolitischen Themen wie Arbeitsmarkt oder Steuerpolitik ist die Stimme der Wissenschaft selten zu hören. "Dass Wirtschaftswissenschaftler in der öffentlichen Debatte kaum wahrgenommen werden, ist ein Problem. Denn eine mangelnde Aufklärung der Öffentlichkeit über wirtschaftspolitische Zusammenhänge führt auch dazu, dass Wähler Politiker an den Wahlurnen schlechter beurteilen können", so ECONWATCH-Vorsitzender Tobias Thomas, der den Preis in Luzern entgegennahm. "Wir nehmen den Preis zum Anlass, den Wissenstransfer in Politik und Öffentlichkeit weiter zu verbessern!"

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VWL-Experten in den Medien


Hinweis: Seit 2010 sind wir unter dem Namen "ECONWATCH – Gesellschaft für Politikanalyse e.V." tätig. Mit seinen Veranstaltungen und Veröffentlichung zielt ECONWATCH auf eine stärkere Information und Bildung von Fachkreisen und der Öffentlichkeit.


Ist Ordnungspolitik kampagnenfähig?

(30.12.2009) Ordnungspolitische Reformen führen häufig dazu, dass die verantwortlichen Politiker in Meinungsumfragen oder an den Wahlurnen abgestraft werden. Dies verwundert wenig, denn die Begriffe "Markt" und "Wettbewerb" eignen sich für Kampagnen wenig: Sie sind nur Mittel, nicht Ziel der jeweiligen Reformen und häufig negativ konnotiert. In der politischen Kommunikation sollte das Ziel der Kampagne deutlich gemacht, die Themen emotionalisiert und in verständlicher Sprache kommuniziert werden. Zudem sollten strategische Allianzen gebildet sowie Multiplikatoren und Medien für die Idee der Kampagne gewonnen werden.

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Hayek-Kreis-Statement Ordnungspolitik


Wohin steuert Deutschland nach der Bundestagswahl?

bild(05.11.2009) Nach der Bundestagswahl 2009 steht die neue Bunderegierung vor großen Herausforderungen. Vor allem muss sie einen Ausstieg aus den krisenbedingten staatlichen Interventionen finden und nach wie vor unerledigte Strukturreformen, z.B. in beim Steuersystem und der Sozialversicherung, auf den Weg bringen. Politiker sollten sich weniger als Erfüller von Wünschen darstellen und sich stärker darauf konzentrieren, nach geeigneten Regeln für wachstumssteigernde Wettbewerbsprozesse – auf dem Markt und in der Politik – zu suchen. Zudem muss sich Politik der Herausforderung stellen, marktwirtschaftliche Prinzipien so zu kommunizieren, dass sie allgemein verständlich sind. „Die Menschen müssen verstehen, warum Wachstum und Wettbewerb gut sind“, betont Justus Haucap, Vorsitzender der Monopolkommission und Präsident von ECONWATCH.

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Hayek-Kreis-Statement Bundestagswahl 2009