Bildung

Bildung ermöglicht dem Einzelnen die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe und ist gesamtgesellschaftlich die Basis unseres Wohlstands. Allerdings sieht die neueste Bildungsstudie der OECD Deutschland als das Land mit der geringsten Studienneigung im internationalen Vergleich. Gleichzeitig lobt sie das weltweit einmalige System der dualen Berufsausbildung lobt, das schulische und praktische Elemente verbindet. Dennoch ist der Fachkräftemangel in Deutschland bereits heute Realität und soziale Mobilität und Integration sind zumindest in Teilen der Gesellschaft wenig ausgeprägt. Wesentliche Ansatzpunkte für Reformen sind frühkindliche und schulische Bildung sowie die Reduzierung des Anteils der Schulabbrecher und Personen ohne beruflichen Abschluss.

Schulfach Ökonomie muss endlich kommen!

Seeber

(09.12.2011) Ökonomische Bildung ist heute mehr denn je erforderlich, um als mündiger Arbeitnehmer, Konsument, Steuerzahler und nicht zuletzt als Wähler verantwortungsvoll handeln zu können. Wie wichtig fundierte ökonomische Kenntnisse sind, zeigt aktuell die europäische Staatsschuldenkrise. Obwohl sie jeden Bürger betrifft, haben viele große Probleme, sich eine fundierte Meinung über die diskutierten und vollzogenen Maßnahmen zu bilden. Und auch bei anderen wirtschaftspolitisch relevanten Themen ist das nicht anders. Ein Schulfach Ökonomie bundesweit an allgemeinbildenden Schulen würde allen Schülern in Deutschland ökonomische Zusammenhänge systematisch und wissenschaftlich fundiert vermitteln. Voraussetzung für den Lernerfolg wäre allerdings, dass deutschlandweit eine eigenständige akademische Ausbildung für Wirtschaftslehrer eingeführt wird und wissenschaftlich fundierte Schulbücher genutzt werden.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie hier:

ECONWATCH-Policy Brief Ökonomische Schulbildung


Hinweis: Seit 2010 sind wir unter dem Namen "ECONWATCH – Gesellschaft für Politikanalyse e.V." tätig. Mit seinen Veranstaltungen und Veröffentlichung zielt ECONWATCH auf eine stärkere Information und Bildung von Fachkreisen und der Öffentlichkeit.


Zur sozialen (Im-)Mobilität in Deutschland

(04.08.2009) Die Einkommensverteilung ist in Deutschland seit Ende der 1990er Jahre ungleicher geworden - seit 2007 wurde diese Entwicklung leicht korrigiert. Hauptgründe für die vormals gestiegene Einkommensungleichheit waren steigende (Langzeit-)Arbeitslosigkeit, neue Formen von Beschäftigungsverhältnissen, Einführung des Arbeitslosengeldes II sowie geänderte Lebensgewohnheiten. Der letzte konjunkturelle Aufschwung und die Arbeitsmarktreformen haben dafür gesorgt, dass 1,5 Millionen Arbeitslose und davon 500.000 Langzeitarbeitslose einen Job bekamen. Der Anteil der Personen in relativer Einkommensarmut war damit rückläufig. Um die Aufstiegschancen breiterer Bevölkerungsschichten zu erhöhen, sollte eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung ausgebaut werden. Dafür sollte die Subventionierung der tertiären Bildung zurückgefahren und Studienkredite sowie Stipendien ausgebaut werden.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie hier:

Hayek-Kreis-Statement Soziale (Im-)Mobilität in Deutschland
Präsentation Soziale (Im-)Mobilität von PD Dr. Frick und Dr. Grabka (DIW Berlin/SOEP)