Veranstaltungen

Wirtschaftspolitik geht auch besser! ECONWATCH hat sich als gemeinnützige und unabhängige Organisation zur Aufgabe gemacht, verständlich und wissenschaftlich fundiert über Wirtschaftspolitik zu informieren und Reformmöglichkeiten aufzuzeigen.

Dazu greifen wir in unseren Veranstaltungen aktuelle wirtschaftspolitische Themen z. B. aus den Bereichen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Steuer- und Haushaltspolitik sowie Wettbewerbspolitik auf und erarbeiten mit hochrangigen Experten Reformvorschläge. Eine Auflistung unserer Veranstaltungen in chronologischer Reihenfolge finden sie hier.

2016

Datum 7. September 2016
Veranstaltung ECONWATCH-Panel
Titel „Was bringen Verhaltensökonomie und Nudging für Politik und Unternehmen?“
Referenten Prof. Dr. Armin Falk (Universität Bonn)
Klaus Müller (Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.)
Michael Wedell (Metro AG)
Prof. Dr. Daniel Zimmer (Universität Bonn)
Moderation Dr. Marc Beise (Süddeutsche Zeitung)
Inhalt Verhaltensökonomie ist in aller Munde – Anzahl und Verbreitung wissenschaftlicher Publikationen zu dem Thema nehmen rasant zu. Auch Politik und Unternehmen setzen zunehmend auf verhaltensökonomische Erkenntnisse. So wird z. B. im Einzelhandel im Bereich der Verkaufsförderung seit langer Zeit auf behavioristische Mechanismen gesetzt. Aber auch der Staat versucht im Sinne des Verbraucherschutzes, Konsumenten mit einem leichten, aber wirksamen Schubs zum richtigen Verhalten zu bewegen („Nudging“), ohne dass sie sich dessen immer bewusst sind. Beispiele sind Überlegungen zur Einführung einer Lebensmittelampel oder die neue EU-Tabakproduktrichtlinie, die auf die abschreckende Wirkung von Schock-Fotos auf Zigarettenpackungen, setzt. Wo liegt der Nutzen verhaltensökonomischer Erkenntnisse für Politik und Unternehmen, wo liegen die Grenzen?
Downloads ECONWATCH-Panel Verhaltensökonomie
Datum 13. Juni 2016
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel „Investitionsanreize im Strommarkt: Welches Marktdesign führt zu mehr Kosteneffizienz?“
Referent Prof. Dr. Veronika Grimm (Universität Erlangen-Nürnberg)
Inhalt Die Energiewende stellt die deutsche Politik noch immer vor große Herausforderungen. Der Umbau der Energieversorgung hin zu einem überwiegenden Anteil erneuerbarer Energien bei gleichzeitigem Atomausstieg bedeutet einen hohen Investitionsbedarf in fast allen Bereichen des Energiesystems, z.B. Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung, konventionelle Erzeugung, Energieeffizienz und Speichertechnologien. Um den Anforderungen eines steigenden Anteils erneuerbarer Energien bei gleichzeitigem Atomausstieg gerecht zu werden, sollen das Marktdesign und der Ordnungsrahmen für den Stromsektor grundlegend reformiert werden. Mit dem Entwurf für ein Strommarktgesetz hat die Bundesregierung Vorschläge vorgelegt, mit denen Investitionsanreize für künftig notwendige (Re-)Investitionen in kon-ventionelle Kraftwerke geschaffen werden sollen, die möglichst kosteneffizient sind und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Standort Deutschlands nicht gefährden. Ziel der Veranstaltung ist es zu analysieren, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen auf dem deutschen Strommarkt gestaltet werden müssen, damit Investitionsanreize kosteneffizient geschaffen werden. Auch soll vor diesem Hintergrund diskutiert werden, wie die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung zu beurteilen sind.
Downloads ECONWATCH-Einladung Strommarkt
Datum 9. Mai 2016
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel „Richtige und falsche Preise – staatliche Interventionen in den Preismechanismus“
Referent Prof. Dr. Berthold U. Wigger (Karlsruher Institut für Technologie – KIT)
Inhalt Staatliche Eingriffe in den Preismechanismus sind politisch populär: Staatlich festgesetzte Höchst- und Mindestpreise haben zum Beispiel im Gesundheitswesen und in der Landwirtschaft eine lange Tradition. Mit der Mietpreisbremse und dem Mindestlohn hat die aktuelle Bundesregierung in weiteren Bereichen in den Preismechanismus eingegriffen. Begründet werden solche Maßnahmen regelmäßig damit, dass ein „gerechtes“ Austauschverhältnis zwischen Käufer und Verkäufer hergestellt und negativ betroffene Gruppen geschützt werden sollen. Dabei werden die unintendierten Nebenwirkungen dieser Eingriffe oft ignoriert oder zumindest billigend in Kauf genommen: Administrierte Preise beeinträchtigen die wichtige Funktion von Preisen, Knappheiten anzuzeigen und Anreize zu deren Beseitigung zu setzen. Sie führen zu Überschussangeboten und -nachfragen und damit zu individuellen und gesellschaftlichen Kosten. Ziel der Veranstaltung ist es, die Auswirkungen von Eingriffen in den Preismechanismus aufzuzeigen und zu analysieren, welche Rahmenbedingungen für eine funktionierende wettbewerbliche Preisbildung notwendig sind. Auch soll diskutiert werden, wie unerwünschte Verteilungsergebnisse ohne Eingriffe in den Preismechanismus korrigiert werden können.
Downloads ECONWATCH-Einladung Staatliche Interventionen
Datum 4. April 2016
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel „Welche Entwicklungspolitik hilft wirklich?“
Referent Prof. Stephan Klasen, Ph.D. (Georg-August-Universität Göttingen)
Inhalt Entwicklungshilfe und entwicklungspolitische Zusammenarbeit sind seit langem praktizierte Instrumente, die dazu beitragen sollen, die Lebensverhältnisse und ökonomischen Chancen der Menschen in schlecht entwickelten Ländern zu verbessern. Zudem soll aktuell zur Eindämmung der zunehmenden internationalen Migration stärker an den Ursachen in den betreffenden Ländern selbst angesetzt werden. Neben kriegerischen Auseinandersetzungen spielen wirtschaftliche und soziale Gründe sowie die Auswirkungen der globalen Erderwärmung eine wichtige Rolle. Wie kann aber Hilfe von außen geleistet werden, die den Bedürfnissen der Menschen vor Ort entspricht? Wie kann verhindert werden, dass ineffiziente Strukturen erhalten bleiben und Korruption Vorschub geleistet wird? Und wie können entwicklungspolitische Maßnahmen gestaltet werden, damit eine erfolgreiche Hilfe zur Selbsthilfe geleistet wird? Ziel der Veranstaltung ist es, die Ursachen von Armut und Ungleichheit in Entwicklungsländern aufzuzeigen und zu analysieren, ob und inwieweit entwicklungspolitische Maßnahmen dazu beitragen können, die Ursachen von Unterentwicklung zu beseitigen. Auch soll diskutiert werden, wie Hilfe möglichst effektiv geleistet werden kann.
Downloads ECONWATCH-Einladung Entwicklungspolitik
Datum 22. Februar 2016
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel „Ökonomische Chancen und Herausforderungen der Migration“
Referent Prof. Panu Poutvaara, Ph.D. (ifo Institut München)
Inhalt Die internationale Migration hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dabei sind die Motive vielfältig. Viele Menschen verlassen ihre Heimatländer, um sich als Arbeitnehmer oder Selbständige eine neue Existenz aufzubauen, andere kommen, um im Ausland zu studieren oder eine Ausbildung zu machen. Und schließlich suchen zunehmend viele Menschen aus Krisengebieten Asyl. 2015 sind mehr als eine Million Menschen allein nach Deutschland zugewandert. Dies hat neben der Frage, wie diese Menschen möglichst schnell registriert, untergebracht und versorgt werden sollen, auch eine grundsätzliche Diskussion um die ökonomischen Chancen und Herausforderungen von Migration ausgelöst: Bringt die Migration Vorteile, z.B. die Auswirkungen des demografischen Wandels auf dem Arbeitsmarkt abzu-mildern, oder belastet Migration letztendlich die Steuerzahler durch Zuwanderung in den Wohlfahrtsstaat? Ziel der Veranstaltung ist es, die aktuelle Migration insbesondere nach Deutschland zu analysieren und aufzuzeigen, welche ökonomischen Auswirkungen sie haben kann. Auch soll diskutiert werden, wo wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf besteht, damit die Chancen der Migration realisiert werden können.
Downloads ECONWATCH-Einladung Migration

2015

Datum 23. November 2015
Veranstaltung ECONWATCH-Panel
Titel „Auf dem Weg zu einem neuen Klimaschutzabkommen: Hinweise für einen erfolgreichen Abschluss der UN-Klimakonferenz in Paris“
Referenten Prof. Dr. Claudia Kemfert (DIW Berlin)
Prof. Dr. Georg Meran (Technische Universität Berlin)
Prof. Dr. Joachim Weimann (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)
Inhalt Vom 30.11. bis 11.12.2015 findet die 21. UN-Klimakonferenz in Paris statt. Ziel ist ein neues Abkommen mit verbindlichen Klimazielen für alle 194 Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention. Damit soll ein Nachfolgevertrag für das 1997 beschlossene Kyoto-Protokoll vereinbart werden, in dem sich die internationale Staatengemeinschaft erstmals rechtlich bindend zu einer Begrenzung des Treibhausgasausstoßes verpflichtet hat. Allerdings haben die USA als wichtiger Emittent von Treibhausgasen das Kyoto-Protokoll nicht ratifiziert. Die Hoffnungen auf ein weitergehendes Folgeabkommen waren bisher begrenzt. In Paris könnte es nun zu einem Durchbruch kommen, denn im Juni 2015 haben die G7-Regierungschefs auf Schloss Elmau beschlossen, dass bereits bis 2050 die weltweiten Emissionen von Treibhausgasen um 40 bis 70 % gegenüber 2010 reduziert werden sollen und bis zum Ende des 21. Jahrhunderts vollständig auf den Verbrauch fossiler Energieträger wie Kohle, Erdgas und Erdöl verzichtet werden soll. Diese Fragen möchten wir gerne gemeinsam mit Ihnen erörtern.
Downloads ECONWATCH-Einladung UN-Klimakonferenz
ECONWATCH-Policy Brief Klimakonferenz
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Hat der Klimaschutz Zukunft?
Datum 12. Oktober 2015
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel „Vom kranken Mann Europas zum ökonomischen Superstar: Gründe für die wirtschaftliche Stärke Deutschlands“
Referenten Prof. Bernd Fitzenberger, Ph.D. (Humboldt-Universität zu Berlin)
Inhalt In den frühen 2000er Jahren wurde Deutschland oft als „kranker Mann Europas“ bezeichnet. Das hat sich seitdem deutlich geändert: Die Zahl der Arbeitslosen sank von knapp 5 Mio. im Jahr 2005 auf derzeit unter 3 Mio.; die Arbeitslosenquote ging auf 6,6 Prozent zurück. Auch in der Wirtschaftskrise zeigte sich der Arbeitsmarkt erstaunlich robust – im Gegensatz zu vielen europäischen Nachbarn. Der deutsche Export erreichte einen Rekordwert nach dem an-deren. Heute gilt Deutschland vielfach als „ökonomischer Superstar“ oder „Europe’s Engine“. Als Ursache für diese Entwicklung werden häufig die „Hartz“-Reformen genannt, mit der in erster Linie Anreize für eine Arbeitsaufnahme von Arbeitslosen vergrößert und die Vermitt-lungseffizienz der Bundesagentur für Arbeit verbessert werden sollte. Doch beruht die ge-stiegene deutsche Wettbewerbsfähigkeit tatsächlich auf den Hartz-Reformen? Ziel der Veranstaltung ist es zu analysieren, wie Deutschland sich in weniger als einem Jahrzehnt vom „kranken Mann Europas“ zu einem „ökonomischen Superstar“ entwickeln konnte und welche Rolle die Hartz-Reformen dabei gespielt haben.
Downloads ECONWATCH-Einladung Wettbewerbsfähigkeit
ECONWATCH-Policy Brief Wettbewerbsfähigkeit
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Vom kranken Mann zum Superstar?
Datum 9. September 2015
Veranstaltung ECONWATCH-Panel
Titel „Einfluss von Rankings in Wissenschaft und Politikberatung“
Referenten Patrick Bernau (Redakteur Wirtschaftspolitik bei der FAZ)
Dr. Hans Christian Müller (Wirtschaftsredakteur Handelsblatt)
Prof. Dr. Dr. h.c. Margit Osterloh (CREMA Zürich)
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Friedrich Schneider (Johannes Kepler Universität Linz)
Prof. Dr. Jens Südekum (DICE – Düsseldorf Institute for Competition Economics)
Inhalt Datenbanken und Rankings haben in der Volkswirtschaftslehre eine Tradition. Zum Beispiel wer-den der Social Sciences Citation Index, die RePEc-Daten oder neuerdings Google Scholar her-angezogen, um den wissenschaftlichen Output zu messen. Die Einführung des Handelsblatt-Rankings 2006 hat zudem geholfen, Forschungsleistungen vergleichbarer zu machen und einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Darüber hinaus wurde 2013 unter Beteiligung von ECON-WATCH zum ersten Mal das FAZ-Ökonomenranking veröffentlicht, das neben der Forschung auch die Verbreitung in Politik und Medien in den Blick nimmt. Es folgten 2014 entsprechende Rankings für Österreich in Die Presse und für die Schweiz in der NZZ. Wo liegt der Nutzen von Rankings in Wissenschaft und Politikberatung? Was können sie abbilden? Können sie helfen, die Forschungsqualität zu steigern und den Wissenstransfer zu verbessern? Wo liegen die Grenzen? Gibt es unintendierte Nebeneffekte? Diese Fragen möchten wir gerne gemeinsam mit Ihnen erörtern.
Downloads ECONWATCH-Einladung Panel VfS 2015
Datum 15. Juni 2015
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel „Investitionslücke – gibt es sie? Einfluss von Standortfaktoren auf Investitionen und Leistungsbilanz“
Referenten Prof. Dr. Christoph M. Schmidt (RWI Essen und Sachverständigenrat)
Inhalt Die gesamtwirtschaftlichen Investitionen sind in den letzten Jahrzehnten in Deutschland zurückgegangen. In der öffentlichen Diskussion wird daher vielfach eine Investitionslücke diagnostiziert. Um diese zu schließen, wird zum Teil gefordert, privates Kapital zu mobilisieren. Andere sehen bei Art und Umfang staatlicher Investitionen Nachholbedarf – insbesondere da der Erneuerungs- und Erhaltungsbedarf bei der öffentlichen Infrastruktur steigt. Die private Investitionstätigkeit hängt wesentlich von den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ab: Neben einem einfachen Steuersystem mit niedrigen Sätzen spielen der Abbau von Beschäftigungshürden auf dem Arbeitsmarkt, eine demografiefeste Finanzierungsstruktur der sozialen Sicherungssysteme und eine effiziente Gestaltung der Energiewende eine entscheidende Rolle. Ziel der Veranstaltung ist es, die Entwicklung der Investitionen in Deutschland aufzuzeigen und zu analysieren, inwieweit es tatsächlich eine Investitionslücke gibt. Auch soll diskutiert werden, wo wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf besteht.
Downloads ECONWATCH-Einladung Investitionslücke
ECONWATCH-Policy Brief Investitionen
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Gibt es in Deutschland eine Investitionslücke?
Datum 18. Mai 2015
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel "Unternehmensbesteuerung in Europa: Harmonisierung oder Wettbewerb?"
Referenten Prof. Dr. Clemens Fuest (ZEW Mannheim)
Inhalt Der Steuerwettbewerb zwischen Staaten hat dazu geführt, dass die Steuerbelastung von Unternehmen in den letzten Jahrzehnten gesunken ist. Gegner des Steuerwettbewerbs gehen allerdings davon aus, dass Steuerwettbewerb zu Ineffizienzen und einer Einnahmenerosion führen kann und sprechen von „Steuerdumping“. In der Europäischen Union liegt die Steuerhoheit in der Hand der Mitgliedstaaten. Neben der potenziell belastungssenkenden Wirkung des Steuerwettbewerbs hat dies jedoch auch zur Folge, dass Unternehmer, die grenzüberschreitend in der EU tätig sind, im Extremfall in 28 Mitgliedstaaten eine Steuererklärung abgeben müssen. Das führt zu erheblichen Bürokratiebelastungen und dazu, dass Unternehmen in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit im Binnenmarkt behindert werden. Vor diesem Hintergrund wird über eine zumindest teilweise Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung in der EU diskutiert. Die Vorschläge reichen von einer EU-weit einheitlichen Bemessungsgrundlage bis hin zu der EU-weiten Einführung von Mindeststeuersätzen. Ziel der Veranstaltung ist es, die Wirkungen des Steuerwettbewerbs in der EU aufzuzeigen und zu analysieren, inwieweit eine Harmonisierung sinnvoll und umsetzbar ist.
Downloads ECONWATCH-Einladung Unternehmensbesteuerung
ECONWATCH-Policy Brief EU-Steuerreform
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Harmonisierung oder Wettbewerb: Welche Unternehmensteuern braucht Europa?
Datum 27. April 2015
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel "Demographischer Wandel – Herausforderungen für die Wirtschafts- und Sozialpolitik"
Referenten Prof. Axel Börsch-Supan, Ph.D. (Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik)
Inhalt Der demographische Wandel stellt eine große gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung dar. Er wird die politische, soziale und wirtschaftliche Lage Deutschlands verändern. In 25 Jahren wird jeder dritte Bürger Deutschlands älter als 60 Jahre sein. Einer Person zwischen 20 und 60 Jahren stehen dann mehr als doppelt so viele Personen über 60 Jahre gegenüber wie heute. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, müssen die sozialen Sicherungssysteme, Renten-, Pflege- und Krankenversicherung, demografiefest gemacht werden. Darüber hinaus stellt der Fachkräftemangel eine weitere Herausforderung dar. In dieser Perspektive birgt der demografische Wandel aber auch Chancen. So sind viele ältere Menschen zum Zeitpunkt der Verrentung gesund und könnten weiter erwerbstätig sein. Ziel der Veranstaltung ist es, die für eine Anpassung an die veränderten demografischen Bedingungen notwendigen Strukturreformen aufzuzeigen und zu analysieren, inwieweit solche Reformen umgesetzt werden können.
Downloads ECONWATCH-Einladung Demographischer Wandel
Datum 23. Februar 2015
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel "Föderalismusreform III – Mehr Haushaltsautonomie für die Bundesländer?"
Referenten Prof. Dr. Lars P. Feld (Walter Eucken Institut, Sachverständigenrat)
Prof. Dr. Kai A. Konrad (Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen)
Inhalt Die aktuellen Regelungen zum Bund-Länder-Finanzausgleich und der Solidarpakt II laufen im Jahr 2019 aus. Zudem tritt 2020 die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse für die Bundesländer in Kraft. Dies sollte zum Anlass genommen werden, den Finanzausgleich grundlegend zu reformieren. Derzeit ist das Finanzausgleichssystem so ausgestaltet, dass die Länder zwar über viele ihrer Ausgaben be-stimmen, ihre Einnahmen aber kaum beeinflussen können. Das hat bislang nicht selten zu einer über-mäßigen Verschuldung geführt. Zudem besteht auch wenig Anreiz, die eigene Wirtschaftskraft zu er-höhen, denn die Einnahmen pro Einwohner werden so umverteilt, dass am Ende alle Länder nahezu den Bundesdurchschnitt erhalten. Die dritte Föderalismuskommission steht also vor großen Heraus-forderungen. Bisherige Versuche, den föderalen Finanzausgleich grundlegend zu reformieren, sind an Auseinandersetzungen zwischen Bund und Ländern, Geber- und Nehmerländern sowie Stadtstaaten und Flächenländern gescheitert. Ziel der Veranstaltung ist es, die Schwächen des derzeitigen Bund-Länder-Finanzausgleichs zu analy-sieren sowie Reformnotwendigkeiten aufzuzeigen. Auch soll diskutiert werden, ob und wie eine am-bitionierte Reform überhaupt realisiert werden kann.
Downloads ECONWATCH-Einladung Föderalismusreform III
ECONWATCH-Policy Brief Föderalismusreform
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Reform des Finanzausgleichs: Probleme und Lösungen

2014

Datum 01. Dezember 2014
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel "Die wirtschaftspolitische Performance der Bundesregierung aus Sicht eines Wirtschaftsweisen"
Referent Prof. Dr. Lars P. Feld (Walter Eucken Institut, Sachverständigenrat)
Inhalt Deutschland steht wirtschaftlich gerade im Vergleich zu vielen seiner Nachbarn erstaunlich gut da. Die Wirtschaft wächst recht ordentlich, die Arbeitslosigkeit ist vergleichsweise niedrig und die Be-schäftigung auf Rekordniveau. Allerdings hat die aktuelle Bundesregierung gleich zu Beginn der neuen Legislaturperiode eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht, die die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands mittel- bis langfristig gefährden: Mindestlohn, Mütterrente und Rente mit 63 sind gut gemeint, aber gänzlich ungeeignet, die angestrebten Ziele zu erreichen. Andere Maßnahmen wie z. B. eine Reform, die das Steuersystem effizienter und unbürokratischer gestaltet, werden erst gar nicht angegangen. Ob die kalte Progression in dieser Legislaturperiode abgebaut und wie grundlegend die notwendige Reform des föderalen Finanzausgleichs ausfallen wird, ist noch offen. Der „Rat der fünf Weisen“ ist das herausragende Gremium der wirtschaftswissenschaftlichen Politikberatung in Deutschland. In seinen Jahresgutachten nimmt er die wirtschaftliche Entwicklung und die wesentli-chen Bereiche wirtschaftspolitischen Handelns kritisch unter die Lupe. Ziel der Veranstaltung ist es, die wirtschaftspolitische Performance der Bundesregierung zu beurtei-len und Reformmöglichkeiten und -notwendigkeiten aufzuzeigen.
Downloads ECONWATCH-Einladung Wirtschaftspolitik Bundesregierung
ECONWATCH-Policy Brief Bundesregierung
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Macht die Bundesregierung gute Wirtschaftspolitik?
Datum 20. Oktober 2014
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Rekommunalisierung – zurück zum produzierenden Wohlfahrtsstaat?
Referent Prof. Dr. Christoph Reichard (Universität Potsdam)
Inhalt Die Hoffnung, dass der Staat der bessere Unternehmer ist, hat in den letzten Jahren vielerorts den Ruf nach Rekommunalisierung laut werden lassen. Dabei ist die öffentliche Hand in Deutschland be-reits an weit mehr als 10.000 Unternehmen beteiligt. Allein der Bund ist an 500 und die Länder sind an über 2.000 Unternehmen beteiligt. Hinzu kommen Beteiligungen der 12.000 Gemeinden. Die Tä-tigkeiten reichen von der Energieversorgung und Wohnungswirtschaft über den Personen- und Gü-terverkehr bis hin zu Automobilproduktion, Brauereien und Porzellanherstellung. Nach Angaben der Monopolkommission stieg der Anteil der Umsatzerlöse kommunaler Unternehmen am nominalen Bruttoinlandsprodukt von 2000 bis 2011 um nahezu 60 Prozent. Ob sich die wirtschaftliche Tätigkeit der öffentlichen Hand tatsächlich für die Bürgerinnen und Bürger positiv auswirkt, ist fraglich – die finanziellen Risiken trägt letztlich der Steuerzahler. Insbesondere wenn staatliche Unternehmen in Konkurrenz zu privaten tätig sind, entstehen darüber hinaus häufig Wettbewerbsverzerrungen – z.B. in der Besteuerung, Haftung und Aufsicht. Ziel der Veranstaltung ist, den Trend zur Rekommunalisierung in Deutschland zu analysieren und zu klären, wo eine Tätigkeit des Staates tatsächlich sinnvoll ist.
Downloads ECONWATCH-Einladung Rekommunalisierung
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Trend "Rekommunalisierung": Zurück zum produzierenden Wohlfahrtsstaat?
Datum 22. September 2014
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Eine Wettbewerbsordnung für die Finanzmärkte – Das 20. Hauptgutachten der Monopolkommission
Referent Prof. Dr. Justus Haucap (DICE, ECONWATCH)
Inhalt Nicht zuletzt die Finanzkrise nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers hat erhebliche Wettbewerbsverzerrungen auf den internationalen Finanzmärkten offensichtlich werden lassen. Da sich Regierungen vor Ansteckungsgefahren im Falle von Insolvenzen so genannter system-relevanter Banken fürchten, profitieren diese von einer impliziten Staatsgarantie, die ihren Bestand im Markt sichert. Strengere Vorschriften für mehr Eigenkapitalunterlegung sind im Grundsatz geeignet, individuelle Handlung und Haftung von Banken wieder zusammenzuführen und den Steuerzahler zu entlasten. Ob Basel III hierfür ausreicht, ist mehr als fraglich, so ein Ergebnis des 20. Hauptgutachten der Monopolkommission. Neben den Finanzmärkten untersucht die Monopolkommission darin auch die zunehmende wirtschaftliche Tätigkeit kommunaler Unternehmen. Dieser Trend kann Wettbe-werbsverzerrungen zur Folge haben und dazu führen, dass erhebliche finanzielle Risiken auf die Steuerzahler verlagert werden. Ziel der Veranstaltung ist es, wesentliche Beschränkungen des Wettbewerbs in Deutschland zu analysieren und zu erörtern, wie mehr Wettbewerb zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger gesichert werden kann.
Downloads ECONWATCH-Einladung Monopolkommission
ECONWATCH-Policy Brief Taximarkt
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Aufbruch am Taximarkt oder Verbot von Uber?
Datum 17. Juni 2014
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Internationale Freihandelsabkommen - Weg zu mehr Wohlstand weltweit?
Referent Prof. Dr. Andreas Freytag (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
Inhalt Seit mehr als zehn Jahren wird in der Doha-Runde der Welthandelsorganisation WTO über verbesserten Marktzugang für Agrarprodukte, Industriegüter und Dienstleistungen sowie über Umweltthemen und die weitere Integration der Entwicklungsländer verhandelt. Lange waren die Fronten insbesondere zwischen den USA und den großen Schwellenländern verhärtet, so dass größere Erfolge und somit eine Chance für mehr Wohlstand für viele Menschen weltweit ausblieben. Zudem ergreifen seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise immer mehr Länder handelsbeschränkende Maßnahmen, so dass insgesamt mehr statt weniger Protektionismus zu verzeichnen ist. Dennoch zeigte sich 2013 als Jahr, das Hoffnung macht: So einigten sich Ende 2013 die WTO-Mitgliedstaaten auf Bali auf das erste nennenswerte Abkommen seit Beginn der Doha-Runde 1995. Zudem haben auch als Reaktion auf den schleppenden Fortgang der Doha-Runde bilaterale Verhandlungen über Freihandelsabkommen zwischen einzelnen WTO-Mitgliedern in den vergangenen Jahren zugenommen. Deutlich vorangekommen ist das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU. Ziel der Veranstaltung ist es, Chancen und Risiken bilateraler Handelsabkommen für Wachstum und Wohlstand abzuwägen und die Perspektiven der multilateralen Verhandlungen im Rahmen der WTO zu erörtern.
Downloads ECONWATCH-Einladung Handelsabkommen
ECONWATCH-Policy Brief TTIP
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: TTIP - ein Weg zu mehr Wohlstand?
Datum 14. Mai 2014
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Quo vadis Europa? Perspektiven der Wirtschaftspolitik nach der Europawahl 2014
Referent Prof. Dr. Dirk Wentzel (Jean Monnet-Lehrstuhl, Hochschule Pforzheim)
Inhalt Die Europäische Union steht im Jahr der Europawahl vor großen Herausforderungen: Die europäische Staatsschuldenkrise schwelt weiter und die möglichen negativen Folgewirkungen der vielfältigen ergriffenen Maßnahmen werden sich erst nach und nach zeigen. Haushaltskonsolidierung und Strukturreformen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit erfordern insbesondere in den Krisenstaaten weitere harte Anpassungen. Nicht nur in manchen Krisenländern, sondern auch in einigen Geberländern schwindet gleichzeitig das Gefühl, die Eurozone als Gewinn zu empfinden. Das kann auch Auswirkungen auf den Ausgang der Europawahl am 25. Mai 2014 haben. Zudem steht mit dem anstehenden britischen Referendum zum Verbleib in der EU auch ganz grundsätzlich die Frage nach der Rolle und den Aufgaben der Europäischen Union in Abgrenzung zu den Mitgliedstaaten auf der politischen Agenda. Ziel der Veranstaltung ist es, die Positionen der bei der Europawahl antretenden Parteien zu erörtern und die Frage zu klären, welche Rolle die in vielen Ländern an Einfluss gewinnenden euroskeptischen Parteien spielen. Zudem sollen die wirtschafspolitischen Perspektiven nach der Europawahl analysiert und der eingeschlagene Kurs der europäischen Integration erörtert werden.
Downloads ECONWATCH-Einladung Europawahl
ECONWATCH-Policy Brief Europawahl
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Europawahl 2014 – quo vadis Europa?
Datum 31. März 2014
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Die richtige Bildungsfinanzierung: Schlüssel für Fachkräftesicherung und Chancengerechtigkeit
Referent Prof. Dr. Berthold U. Wigger (Karlsruher Institut für Technologie)
Inhalt Bildung ermöglicht dem Einzelnen die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe und ist gesamtgesell-schaftlich die Basis unseres Wohlstands. Um die Bildungsmöglichkeiten zu verbessern, haben sich die Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag unter anderem darauf geeinigt, den Ausbau und die Qualität von Kitas und Ganztagsschulen zu verbessern. Insbesondere will der Bund aber den Hoch-schulen mehr Mittel zur Verfügung stellen. Damit bleibt es in Deutschland im Wesentlichen dabei, dass die Finanzierung der vorschulischen Bildung den Eltern obliegt, während ein Großteil der schuli-schen und universitären Bildung staatlich finanziert wird. Ob mit einer solchen Bildungsfinanzierung die Teilhabechancen und die soziale Integration verbessert werden können, ist jedoch fraglich. Ziel der Veranstaltung ist es zu analysieren, welchen Einfluss Bildung auf die Beschäftigungs- und Einkommenschancen der Menschen hat und wie die knappen öffentlichen Mittel am besten für Bildung eingesetzt werden sollten. In diesem Zusammenhang soll auch geklärt werden, wie die im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zu beurteilen sind.
Downloads ECONWATCH-Einladung Bildungspolitik
ECONWATCH-Policy Brief Bildungsfinanzierung
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Wie entsteht gute Bildung
Datum 24. Februar 2014
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Armut trotz Arbeit? Arbeitsmarktpolitik für mehr Wohlstand und Gerechtigkeit
Referent Prof. Dr. Ronnie Schöb (Freie Universität Berlin)
Inhalt Der deutsche Arbeitsmarkt ist im Vergleich zu vielen der Europäischen Nachbarn in Bestform. Von 2005 bis 2013 sank die Zahl der Arbeitslosen von knapp fünf Millionen auf unter drei Millionen. Die Zahl der Beschäftigten stieg im selben Zeitraum von knapp 39 auf knapp 42 Millionen. Finanz- und Schuldenkrise hinterließen auf dem deutschen Arbeitsmarkt keine tiefen Spuren. Dennoch treiben viele Bürgerinnen und Bürger Sorgen um prekäre Beschäftigungsbedingungen, drohende Arbeitslosigkeit und damit verbundene Armutsrisiken um. Die Regierungsparteien haben darauf reagiert und sich in ihrem Koalitionsvertrag unter anderem darauf geeinigt, einen Mindestlohn und eine Lebensleis-tungsrente einzuführen sowie den Arbeitsmarkt an einigen Stellen straffer zu regulieren.
Ziel der Veranstaltung ist es zu analysieren, wie die aktuelle Beschäftigungs- und Einkommenssituati-on einzuschätzen ist und in welchem Ausmaß Armutsrisiken bestehen. Zudem soll geklärt werden, welche Reformnotwendigkeiten vorhanden sind und wie die im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen in diesem Zusammenhang zu beurteilen sind.
Downloads ECONWATCH-Einladung Arbeitsmarktpolitik
ECONWATCH-Policy Brief Mindestlohn
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Armut trotz Arbeit?
Präsentation Mindestlohn von Prof. Dr. Ronnie Schöb (Freie Universität Berlin)

2013

Datum 25. November 2013
Veranstaltung ECONWATCH-Panel
Titel Mehr Staat – weniger Wohlstand? Perspektiven der Wirtschaftspolitik nach der Bundestagswahl 2013
Referenten Prof. Dr. Justus Haucap (DICE, Monopolkommission und Econwatch)
Dr. Karen Horn (Wert der Freiheit gGmbH)
Dr. Sarah Schniewindt (Schniewindt GmbH & Co. KG)
Inhalt Die neue Bundesregierung steht vor riesigen Herausforderungen: Ein Ende der europäischen Staatsschuldenkrise ist nicht in Sicht und die möglichen negativen Folgewirkungen der vielfältigen ergriffenen Maßnahmen werden sich erst nach und nach zeigen. Die Herausforderungen der Energiewende haben bereits in der letzten Legislaturperiode zu zahlreichen Eingriffen des Staates in das Marktgeschehen geführt. Der Bundestagswahlkampf wiederum war geprägt von einer Diskussion um mehr soziale Gerechtigkeit, Mindestlöhne in der einen oder anderen Form und von Forderungen nach teilweise massiven Steuererhöhungen. Stehen wir also vor einer Legislaturperiode mit weiter wachsenden Staatseingriffen? Welche Folgewirkungen für Wachstum und Wohlstand sind zu erwarten?
Downloads ECONWATCH-Einladung Panel Bundestagswahl 2013
Datum 28. Oktober 2013
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Bessere Wirtschaftspolitik durch systematische Politikevaluation?
Referenten Prof. Dr. C. Katharina Spieß (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin)
Inhalt Die Politik trifft fortlaufend wirtschaftspolitische Entscheidungen, die vielfach weit reichende Auswirkungen für Bürger und Unternehmen haben und oftmals mit beträchtlichen öffent- lichen Ausgaben verbunden sind. Dabei besteht in der Regel Unsicherheit darüber, ob die beschlossenen Maßnahmen und Gesetze tatsächlich die gewünschten Wirkungen haben. Während die durch die Erfüllung gesetzlicher Regelungen anfallenden Kosten z. B. auf Bundes- oder auf europäischer Ebene seit längerer Zeit analysiert werden, existiert eine systematische Evaluierung der Zielerreichung von Gesetzesvorhaben in Deutschland bislang nicht. Mit der Wirkungsforschung zu den Hartz-Reformen 2002-2006 oder aktuell der umfassenden Evaluation von ehe- und familienpolitischen Leistungen hat sich die Politik je- doch auf groß angelegte Evaluierungsprojekte eingelassen. Mit einer systematischen Politik- evaluation könnten Politikmaßnahmen generell auf ihre Wirksamkeit hin untersucht und ggf. entsprechende Korrekturen vorgenommen werden. Voraussetzung dafür wäre nicht zuletzt eine entsprechende Kultur der Kritikbereitschaft und -fähigkeit in Politik und Gesellschaft. Ziel der Veranstaltung ist es, Möglichkeiten und Voraussetzungen einer systematischen Wir- kungsanalyse von Politikmaßnahmen aufzuzeigen und ihr Potenzial für eine bessere Wirt- schaftspolitik zu erörtern.
Downloads ECONWATCH-Einladung Politikevaluation
ECONWATCH-Policy Politikevaluation
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Politikevaluation
Datum 6. September 2013
Veranstaltung ECONWATCH-Panel auf der Jahrestagung 2013 des Vereins für Socialpolitik
Titel Wissenschaftliche Politikberatung und Reformen – wie Politikberatung gelingen kann
Referenten Prof. Axel Börsch-Supan, Ph.D. (Direktor Max-Planck-Institut f. Sozialrecht u. Sozialpolitik)
Prof. Dr. Michael Hüther (Direktor Institut der deutschen Wirtschaft)
Dr. Michael Inacker (Stellv. Chefredakteur Handelsblatt)
Dr. Walther Otremba (Staatssekretär a.D.)
Vorsitz Dr. Tobias Thomas (ECONWATCH)
Inhalt Aus Sicht vieler Ökonomen sind wesentliche wirtschaftspolitische Probleme zwar in der Wissen- schaft gelöst, die Lösungsansätze finden aber häufig in Politik und Medien kein Gehör. In der Folge sind große Teile der Öffentlichkeit über wirtschaftspolitische Zusammenhänge wenig infor- miert und finden Reformen nicht in ausreichendem Maße statt. Ziel des Panels ist es, anhand konkreter Reformvorhaben (z. B. Hartz-Reformen, Riester-Rente, Steuer- oder Gemeindefinanz- reform) zu klären, wie es kommt, dass der wirtschaftswissenschaftliche Politikberatungsprozess manchmal gelingt und in Reformen mündet und manchmal nicht. Welche Schwierigkeiten sehen die Anbieter von Politikberatung, welche die Nachfrager in Politik und Medien? Wie kann der Wissenstransfer in Politik und Öffentlichkeit verbessert und wissenschaftlich fundiertes Wissen gesellschaftlich besser nutzbar gemacht werden?
Downloads ECONWATCH-Einladung Wissenschaftliche Politikberatung
ECONWATCH-Policy Brief Wissenschaftliche Politikberatung
Datum 3. Juni 2013
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Is it really the economy, stupid? – Wahlkampf in den USA und Deutschland im Vergleich
Referenten Prof. Dr. Andrea Römmele (Hertie School of Governance)
Inhalt Die wirtschaftliche Lage hat häufig entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis von Wahlen. So sahen im US-Wahlkampf Obama vs. Romney im vergangenen Jahr 72 Prozent der Amerikaner die Wirtschaft als wichtigstes Problem an. Gemessen daran war der Wahlsieg Obamas überraschend. Selten zuvor sah sich ein US-Amtsinhaber mit schlechteren wirtschaftlichen Daten konfrontiert: schwaches Wirtschaftswachstum, hohe Staatsverschuldung und hohe Arbeitslosigkeit. Mit 7,9 Prozent lag die US-Arbeitslosenquote im Oktober 2012 unmittelbar vor der Wahl deutlich über der Schwelle von sechs Prozent, ab der es im historischen Rückblick für Amtsinhaber fast unmöglich ist, wiedergewählt zu werden. Auch bei der Bundestagswahl 2013 werden wirtschaftspolitische Themen den Ausschlag geben. Im Vordergrund stehen die Lösung der europäischen Staatsschuldenkrise, steigende Stromkosten durch die Energiewende, die Einführung von Mindestlöhnen und die kontroversen Positionen der Parteien zur Steuerpolitik – all dies in Zeiten nachlassender wirtschaftlicher Dynamik. Ziel der Veranstaltung ist es, die Erfolgsfaktoren des Wahlkampfes von Obama zu analysieren und Parallelen und Unterscheide zum Bundestagswahlkampf 2013 in Deutschland zu identifizieren.
Downloads ECONWATCH-Einladung Wahlkampf USA-D
ECONWATCH-Policy Brief Wahlkampf USA-D
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Was die Bundestagswahl entscheidet
Präsentation Wahlkampf USA-D von Prof. Dr. Andrea Römmele (Hertie School of Governance)
Datum 29. April 2013
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Die Steuerpläne der Parteien: Wie teuer kommt die Bundestagswahl 2013 Bürger und Unternehmen?
Referenten Prof. Dr. Christoph Spengel (Universität Mannheim)
Inhalt Die Steuern sind eines der herausragenden Themen des aktuellen Bundestagswahlkampfs. Manche Parteien setzen auf eine Anhebung des Spitzensteuersatzes und die Einführung einer Vermögensteuer oder -abgabe und somit darauf, den Bürgern weniger Geld für ihren Konsum und Unternehmen weniger Mittel für Investitionen zu lassen. Andere Parteien sehen eine weitgehende Fortführung des Status quo vor. Dabei wäre eine Steuerreform, die das Steuerrecht drastisch vereinfacht und dabei die Steuerbürokratie verringert ein wichtiges Signal für den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb. Hinzu kommt, dass die Einnahmen des Bundes derzeit auf einem Rekordhoch sind. Die Schuldenbremse wird ganze zwei Jahre früher erreicht werden, als vom Grundgesetz vorgegeben. Von daher bestehen für Steuererhöhungen keine fiskalische Notwenigkeit. Ziel der Veranstaltung ist es zu analysieren, welche Auswirkungen die Steuerpläne der Parteien für Bürger und Unternehmen hätten und welche politökonomischen Motive Parteien dazu bringen, ohne fiskalische Notwendigkeit Steuererhöhungen ins Feld zu führen. Auch soll geklärt werden, wie die Chancen einer ambitionierten Steuerreform mit weniger Ausnahmen, niedrigeren Sätzen und weniger Steuerbürokratie erhöht werden können.
Downloads ECONWATCH-Einladung Steuerpläne der Parteien
ECONWATCH-Policy Brief Steuerpläne der Parteien
Präsentation Steuerpläne der Parteien von Prof. Dr. Christoph Spengel (Universität Mannheim und ZEW)
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Steuerpläne der Parteien
Datum 25. März 2013
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Zentralbanken in der Krise: Überforderung statt Langeweile?
Referenten Prof. Dr. Hermann Remsperger (Goethe-Universität Frankfurt und Stiftung Geld und Währung)
Inhalt Seit dem Ausbruch der europäischen Staatsschuldenkrise spielt die Europäische Zentralbank (EZB) eine zentrale Rolle in der Krisenbewältigung. Im Rahmen ihrer unkonventionellen Geldpolitik hat sie Banken aus der Eurozone unbegrenzt Refinanzierungskredite gewährt und dabei die Anforderungen an die zu hinterlegenden Sicherheiten gesenkt. Sie hat zudem Programme aufgelegt, um Staatsanleihen von kriselnden Eurostaaten auf dem Sekundärmarkt aufzukaufen. Das jüngste dieser Programme ist anders als die vorherigen an die Konditionalität der europäischen Rettungsschirme ESFS und ESM geknüpft. Mit all diesen Maßnahmen wandert die EZB auf einem sehr schmalen Grat zwischen Geld- und Fiskalpolitik. Zwar sind die Inflationsraten aktuell stabilitätskonform, für die Zukunft besteht jedoch ein Inflationspotenzial, wenn es der EZB nicht gelingt, die überschüssige Liquidität rechtzeitig wieder aus dem Markt zu nehmen. Bei der geplanten europäischen Bankenunion soll die EZB als Aufsichtsbehörde wichtige Entscheidungen treffen. Auch hier stellt sich die Frage, wie dies mit ihrem Mandat zu vereinbaren ist. Ziel der Veranstaltung ist es, die Risiken und Chancen der unkonventionellen Geldpolitik der EZB aufzuzeigen und Alternativen abzuwägen. Auch soll geklärt werden, ob bzw. wie die EZB die ihr zugedachte Aufgabe in der Bankenunion übernehmen kann.
Downloads ECONWATCH-Einladung Zentralbanken in der Krise
ECONWATCH-Policy Brief EZB
Vortrag von Prof. Dr. Hermann Remsperger (Goethe-Universität Frankfurt und Stiftung Geld und Währung)
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Was ist Aufgabe der Europäischen Zentralbank?
Datum 18. Februar 2013
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel "Die Zukunft der Eurozone nach der Staatsschuldenkrise"
Referenten mit Prof. Dr. Lars P. Feld (Walter Eucken Institut und Sachverständigenrat) und
Prof. Dr. Kai A. Konrad (Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen)
Inhalt Mit Fortschreiten der europäischen Staatsschuldenkrise hat sich die Eurozone während der vergangenen drei Jahre Schritt für Schritt von ihren Prinzipien Subsidiarität und Eigenverantwortung entfernt, um zunehmend gemeinsam für Schulden einzustehen und nationale Politikmaßnahmen zentral zu koordinieren. Auf dem Weg zu einer "echten" Wirtschafts- und Währungsunion soll über die Schritte Banken-, Fiskal- und Wirtschaftsunion eine politische Union mit zentralen Kontroll- und Eingriffsbefugnissen erreicht werden. Das setzt allerdings voraus, dass die Eurostaaten in vielen Bereichen nationale Souveränität aufgeben. Derweil hat die Rettung angeschlagener Eurostaaten eine so starke Eigendynamik entwickelt, dass sich die Frage stellt, ob ein alternativer Weg überhaupt noch möglich ist oder die Würfel schlussendlich bereits ohne Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gefallen sind. Ziel der Veranstaltung ist es, den eingeschlagenen Kurs der europäischen Integration zu analysieren und zu klären, ob so eine nachhaltig stabile Wirtschafts- und Währungsunion erreicht werden kann. Auch soll die Frage geklärt werden, welche Aufgaben besser auf europäischer Ebene geregelt werden können und welche besser in den Mitgliedstaaten vor Ort.
Downloads ECONWATCH-Einladung Zukunft der Eurozone
ECONWATCH-Policy Brief Eurozone
Präsentation Europa von Prof. Dr. Lars P. Feld (Walter Eucken Institut und Sachverständigenrat)
Präsentation Europa von Prof. Dr. Kai A. Konrad (Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen)
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Wie kann die Europäische Währungsunion bestehen?
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Fiskal- oder Geldpolitik - wie retten wir Europa?

2012

Datum 26. November 2012
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Mehr Freiheit für Krankenkassen und Krankenhäuser – wie Wettbewerb den Versicherten nutzen kann
Referenten Prof. Dr. Friedrich Breyer und Dr. Boris Augurzky (dggö – Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsökonomie e.V.)
Inhalt Mit den bisherigen Reformen im Bereich des Gesundheitssystems hat sich die Bundesregierung im Wesentlichen auf Regulierungsmaßnahmen im Arzneimittelbereich mit dem Ziel der Ausgabendämpfung beschränkt. Entgegen der Ankündigung im Koalitionsvertrag haben die Krankenversicherungen bisher keinen weiteren Spielraum für wettbewerbliches Handeln erhalten. Im Gegenteil: mit dem kasseneinheitlichen Beitragssatz von 15,5 Prozent hat die Bundesregierung den Preiswettbewerb zwischen den Krankenkassen weitgehend ausgeschlossen. Lediglich die Zusatzbeiträge eröffnen eine Möglichkeit zur kassenindividuellen Preissetzung. Den Kassen fehlt dadurch auch der Anreiz, sich auf dem Markt für ambulante Leistungen – soweit es dort bereits möglich ist – im Dienste ihrer Versicherten um Leistungen mit hoher Qualität zu günstigen Preisen zu bemühen. Und im Krankenhausbereich findet kein Wettbewerb statt, da Krankenkassen derzeit keine Möglichkeit haben, Verträge mit einzelnen Krankenhäusern abzuschließen. Ziel der Veranstaltung ist es zu zeigen, wie die Leistungsfähigkeit der Gesundheitsversorgung im Interesse der Versicherten durch mehr Wettbewerb gesteigert und das Versicherungssystem langfristig kostengünstig und finanzierbar gestaltet werden kann.
Downloads ECONWATCH-Einladung Gesundheitsreform
ECONWATCH-Policy Brief Gesundheitsreform
Video: Welche Gesundheitsreformen helfen Patienten und Versicherten?
Video: Wie hilft Wettbewerb zwischen Krankenhäusern den Patienten?
Präsentation Gesundheitsreform von Prof. Dr. Friedrich Breyer (dggö, Universität Konstanz)
Präsentation Gesundheitsreform von Dr. Boris Augurzky (dggö, RWI)
Datum 22. Oktober 2012
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Grenzen des Wachstums – ist ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit möglich?
Referenten Prof. Dr. Joachim Weimann (Universität Magdeburg)
Prof. Dr. Berthold U. Wigger (Karlsruher Institut für Technologie)
Inhalt 1972 erschien die Studie "Die Grenzen des Wachstums" im Auftrag des Club of Rome. Sie wurde über 30 Millionen Mal verkauft und hat weltweit die Möglichkeit andauernden Wachstums in Frage gestellt. Seit einiger Zeit erlebt die Debatte um Grenzen des Wachstums eine Renaissance: Dauerhaftes Wachstum sei aufgrund der begrenzten Ressourcenausstattung nicht erreichbar und auch gar nicht wünschenswert. Dem entgegen steht das Schlagwort "nachhaltiges Wachstum", das auf die Möglichkeit von Ressourcen schonendem Wachstum verweist. Zudem machen nicht zuletzt die europäische Schuldenkrise und der demografische Wandel deutlich, dass Nachhaltigkeit auch in den Bereichen der öffentlichen Finanzen oder der Sozialversicherung sichergestellt werden muss. Die deutsche Politik hat Ende 2010 die Bundestags-Enquête-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft" ins Leben gerufen, um diesen Fragen nachzugehen. Ziel der Veranstaltung ist es zu erörtern, welche Art von Wirtschaftswachstum zukünftig erreichbar und wünschenswert ist und welche Grenzen des Wachstums wirklich bestehen.
Downloads ECONWATCH-Einladung Grenzen des Wachstums
ECONWATCH-Policy Brief Staatsfinanzen
ECONWATCH-Policy Brief Nachhaltiges Wachstum
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Nachhaltig wirtschaften - Ist ein Staat ohne Schulden möglich?
Video: Wirtschaftspolitik verstehen: Nachhaltig wachsen - wie können wir den Wohlstand sichern?
Präsentation Nachhaltiges Wachstum von Prof. Dr. Joachim Weimann (Universität Magdeburg)
Präsentation Staatsfinanzen von Prof. Dr. Berthold U. Wigger (KIT)
Datum 24. September 2012
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel "Väterliches Anschubsen – eine gute Möglichkeit für besseren Verbraucherschutz?"
Referenten PD Dr. Jan Schnellenbach (Walter Eucken Institut Freiburg)
Inhalt Eine Farbfotografie eines Lungentumors auf der Zigarettenschachtel, ausgeklügelte Standardverträge für Rentenversicherungen oder die viel diskutierte Lebensmittelampel. All diese Maßnahmen sollen die Verbraucher dazu anhalten, sich besser zu verhalten: nicht zu rauchen, ordentlich für das Alter vorzusorgen oder sich gesünder zu ernähren. Die Idee des sanften Paternalismus ist, dem Verbraucher einen leichten, aber wirksamen Schubs in die richtige Richtung zu geben – und das ohne den Einsatz von Zwang. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob dieser Ansatz nicht auch erhebliche unerwünschte Nebenwirkungen beinhalten kann. Was dient dem Eigeninteresse der Verbraucher tatsächlich am besten? Welche Auswahl von Informationen wird angeboten und welche Bewertung der Informationen wird nahegelegt? Alle diese Fragen stellen den Staat vor große Herausforderungen. Ziel der Veranstaltung ist es, Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren des sanften Paternalismus in der Gesundheitsvorsorge, aber auch in anderen Politikfeldern zu diskutieren und die Frage zu klären, ob "väterliches Anschubsen" eine gute Möglichkeit für besseren Verbraucherschutz ist.
Downloads ECONWATCH-Einladung Verbraucherschutz
ECONWATCH-Policy Brief Verbraucherschutz
Video: Väterliches Anschubsen – eine gute Möglichkeit für besseren Verbraucherschutz?
Datum 4. Juni 2012
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Basel III und ESRB – kann so mehr Finanzmarktstabilität erreicht werden?
Referenten Prof. Dr. Claudia Buch (Universität Tübingen, IAW und Sachverständigenrat)
Inhalt Die Insolvenz eines Finanzinstituts kann zu Ansteckungen auf Finanzmärkten führen und weltweite Wirtschaftskrisen auslösen – das hat nicht zuletzt der Lehman-Konkurs gezeigt. "Systemische Risiken" und "too-big-to-fail" machen als Schlagworte die Runde und dienen als Legitimation dafür, dass Regierungen in vielen Ländern Finanzinstitute vor dem finanziellen Kollaps retten. Damit ist der Staat in einer Zwickmühle: Zum einen will er mit Rettungsaktionen Ansteckungen verhindern, zum anderen widersprechen die Rettungsmaßnahmen dem Prinzip, dass jedes Unternehmen für seine eigenen wirtschaftlichen Handlungen auch die Verantwortung trägt und haftet. Um zu mehr Stabilität auf den Finanzmärkten zu gelangen, soll die Regulierung der Banken angepasst werden ("Basel III") und ein neu geschaffener Rat für Systemrisiken (European System Risk Board – ESRB) soll Warnungen und Empfehlungen zur Vermeidung von Systemrisiken abgeben. Ziel der Veranstaltung ist es, die Ursachen von Finanzmarktinstabilitäten zu identifizieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie mehr Stabilität geschaffen werden kann. Auch soll die Frage geklärt werden, ob Basel III und ESRB dazu ausreichend sind.
Downloads ECONWATCH-Einladung Basel III und ESRB
ECONWATCH-Policy Brief Finanzmarktstabilität
Video: Wie lassen sich Finanzmärkte stabilisieren?
Datum 7. Mai 2012
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Wie kann die Energiewende gelingen?
Referenten Prof. Dr. Christoph Schmidt (RWI, Sachverständigenrat)
Inhalt Unter dem Eindruck der Folgen der Naturkatastrophe in Japan hat die Bundesregierung im Frühjahr 2011 eine rasante Energiewende vollzogen. Nur ein halbes Jahr nach dem Energiekonzept und der Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken im September 2010 setzte die Bundesregierung im März 2011 im Rahmen eines dreimonatigen Moratoriums die Laufzeitverlängerung für sieben Kernkraftwerke aus. Im Juni beschloss sie, die abgeschalteten Atommeiler nicht wieder ans Netz zu bringen und in Deutschland bis 2022 schrittweise komplett aus der Kernenergieerzeugung auszusteigen. Zugleich bestätigte sie die ambitionierten Klimaziele aus dem Energiekonzept. Ob aber Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit wirklich erreicht werden können, ist angesichts vieler noch notwendiger Schritte offen. Ziel der Veranstaltung ist es zu zeigen, welche Maßnahmen noch notwendig sind, damit die Energiewende gelingen und als Chance genutzt werden kann, Klimaschutz und Versorgungssicherheit möglichst kostengünstig zu erreichen.
Downloads ECONWATCH-Einladung Energiewende
Präsentation Energiewende von Prof. Dr. Christoph M. Schmidt (RWI, Sachverständigenrat)
ECONWATCH-Policy Brief Energiewende
Video: Wie kann die Energiewende gelingen?
Datum 26. März 2012
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Die wirtschaftspolitische Performance der Bundesregierung – eine Analyse aus Sicht eines Wirtschaftsweisen
Referenten Prof. Dr. Lars P. Feld (Walter Eucken Institut, Sachverständigenrat)
Inhalt Im März 2012 bleiben der Bundesregierung noch eineinhalb Jahre, um mit wirtschaftspolitischen Reformen deutliche Spuren zu hinterlassen. Die erste Hälfte der Legislaturperiode war vor allem durch die Bekämpfung der Staatsschuldenkrisen in einigen Ländern des südlichen Europas, Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung und die so genannte Energiewende geprägt. Wichtige Strukturreformen z. B. im Bereich der Sozialversicherungen oder bei den Steuern stehen dagegen noch aus. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist als "Rat der fünf Weisen" das herausragende Gremium der wirtschaftswissenschaftlichen Politikberatung in Deutschland. Ziel der Veranstaltung ist es, die wirtschaftspolitische Performance der Bundesregierung zu beurteilen und Reformmöglichkeiten und -notwendigkeiten aufzuzeigen.
Downloads ECONWATCH-Einladung Wirtschaftspolitik Bundesregierung
ECONWATCH-Policy Brief Wirtschaftspolitik Bundesregierung
Datum 27. Februar 2012
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Direkte Demokratie – bessere Wirtschaftspolitik durch mehr Bürgerbeteiligung?
Referenten PD Dr. Matthias Benz (Universität Zürich, NZZ)
Prof. Dr. Hubertus Gersdorf (Universität Rostock)
Inhalt Die Diskussion um die direkte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an einzelnen politischen Entscheidungen hat sich in Deutschland erneut bei der jüngsten Wahl des Bundespräsidenten und den Konflikt um Stuttgart 21 entzündet. In der Eurozone hat allein die Ankündigung eines Referendums in Griechenland über das EU-Rettungspaket für Irritationen gesorgt. Auf europäischer Ebene werden mit der Europäischen Bürgerinitiative mehr direkte Beteiligungsmöglichkeiten eingeführt. Umfangreiche Erfahrungen bietet die Schweiz, wo die Bürgerinnen und Bürger regelmäßig an politischen Entscheidungen beteiligt werden. Ziel der Veranstaltung ist es, die Leistungsfähigkeit der direkten Demokratie zu erörtern. Auch sollen die verfassungsrechtlichen Möglichkeiten in Bund, Ländern und Gemeinden sowie in Europa aufgezeigt und Reformnotwendigkeiten identifiziert werden.
Downloads ECONWATCH-Einladung Direkte Demokratie
Präsentation Direkte Demokratie von PD Dr . Matthias Benz (Universität Zürich)
Präsentation Direkte Demokratie von Prof. Dr . Hubertus Gersdorf (Universität Rostock)
ECONWATCH-Policy Brief Direkte Demokratie

2011

Datum 21. November 2011
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Der Staat als Unternehmer – ist das seine Aufgabe?
Referenten Prof. Dr. Jens Harms (Präsident des Rechnungshofs von Berlin a.D.)
Inhalt In Deutschland ist die öffentliche Hand vielfach an Unternehmen beteiligt. Hierzu zählen neben Unternehmen aus dem Bereich der sogenannten "Daseinsvorsorge" auch Unternehmen der Automobilbranche und der Porzellanherstellung, Opernfestspiele und – nicht erst seit der Finanzmarktkrise – Banken. Allein der Beteiligungsbericht des Bundes listet über 100 unmittelbare und über 350 mittelbare Beteiligungen auf. Ob all diese unternehmerischen Betätigungen der öffentlichen Hand ökonomisch sinnvoll und gesellschaftlich wünschenswert sind, ist mehr als fraglich. Folgerichtig hat die Bundesregierung im Koalitionsvertrag angekündigt: "Im Rahmen der Ausstiegs-Strategie wollen wir die Beteiligungen der öffentlichen Hand generell überprüfen." Der 2010 einberufene Expertenrat beschränkte seine Arbeit allerdings auf eine Betrachtung der krisenbedingten Beteiligungen des Bundes an Unternehmen des Finanzsektors. Ziel der Veranstaltung ist es, die Beteiligungen der öffentlichen Hand kritisch zu hinterfragen und zu klären, wo der Ausstieg des Staates sinnvoll und möglich ist.
Downloads ECONWATCH-Einladung Öffentliche Unternehmen
ECONWATCH-Policy Brief Öffentliche Unternehmen
Datum 17. Oktober 2011
Veranstaltung ECONWATCH-Panel
Titel Ökonomische Bildung an Schulen – Voraussetzung für verantwortungsvolle Wahlentscheidungen in Markt und Politik
Referenten Prof. Dr. Franziska Birke, Universität Potsdam
Prof. Dr. Günther Seeber, Universität Koblenz-Landau
Andreas Wegener, Direktor der Privaten Kant Schule Berlin
Moderation Dr. Ursula Weidenfeld, Wirtschaftsjournalistin
Inhalt Die wissenschaftlich fundierte Vermittlung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge ist an deutschen Schulen eher die Ausnahme als die Regel. Defizite bestehen einerseits bei der Lehrerausbildung. Andererseits zeichnen deutsche Schulbücher oftmals ein einseitig negatives Bild von Marktwirtschaft und Unternehmertum. Aber auch Unterrichtsmaterialien wirtschaftsnaher Institutionen stehen aufgrund einer einseitigen Darstellung in der Kritik. Wird die ökonomische Schulbildung dem Anspruch einer faktenbasierten und wissenschaftlich fundierten Bildung nicht gerecht, so kann ein gesellschaftspolitischer Kollatereralschaden entstehen: Denn die Schüler von heute sind die Wähler von morgen. Sollen sie als mündige Bürger die Wirtschaftspolitik kritisch beurteilen und die Politiker bei Wahlen vor die Konsequenzen ihres Handelns stellen können, müssen sie ökonomische Zusammenhänge verstehen.
Downloads ECONWATCH-Einladung Ökonomische Schulbildung
ECONWATCH-Policy Brief Ökonomische Schulbildung
Datum 19. September 2011
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Wege zu mehr Vertrauen und Stabilität in Europa
Referenten Prof. Dr. Kai A. Konrad (Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen)
Inhalt Wohl noch im September 2011 wird der Bundestag über eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms European Financial Stability Facility (EFSF) befinden. Damit sollen die Beschlüsse des Eurozonen-Sondergipfels vom 21. Juli 2011 umgesetzt werden. Erhöht wird der Handlungsdruck auf die Politik durch aktuelle Kapriolen an den Finanzmärkten. Vorgesehen ist, dass der Rettungsschirm auf 780 Milliarden Euro aufgestockt wird und seine Eingriffsmöglichkeiten erweitert werden. Ob damit Vertrauen und Stabilität in der Eurozone wiederhergestellt werden können, ist allerdings fraglich. Ziel der Veranstaltung ist es, die Ursachen der europäischen Schuldenkrise zu analysieren und zu klären, welche kurz- und langfristigen Maßnahmen für mehr Vertrauen und Stabilität in der Eurozone sorgen können.
Downloads ECONWATCH-Einladung Europäische Schuldenkrise
ECONWATCH-Policy Brief Europäische Schuldenkrise
Datum 4. Juli 2011
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Gesundheitsreform: Echte Strukturreform oder weiter „Durchwursteln“?
Referenten Prof. Dr. Klaus-Dirk Henke (Technische Universität Berlin)
Inhalt Mit dem Segen einer immer höheren Lebenserwartung und dem medizinisch-technischen Fortschritt steigen die Kosten der Gesundheitsversorgung. Mit der 2010 beschlossenen Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung hat sich die Bundesregierung statt eines großen Wurfs einmal mehr im Wesentlichen auf kurzfristige Ausgabendämpfung und Beitragssatzerhöhungen beschränkt. Wie weit die beschlossenen Maßnahmen tragen, wird sich noch zeigen. Ziel der Veranstaltung ist zu klären, wie die Gesundheitsreform der Bundesregierung aus wissenschaftlicher Perspektive zu bewerten ist und welche weiteren Reformschritte notwendig sind, um das Gesundheitssystem langfristig leistungsfähig und finanzierbar zu machen.
Downloads ECONWATCH-Einladung Gesundheitsreform
ECONWATCH-Policy Brief Gesundheitsreform
Präsentation Gesundheitsreform von Prof. Dr. Klaus-Dirk Henke (Technische Universität Berlin)
Datum 2. Mai 2011
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Umsatzsteuerreform: ökonomische Vernunft und politische Realität
Referenten Prof. Dr. Michael Eilfort (Stiftung Marktwirtschaft)
Inhalt Bei der Durchsicht der reduzierten Mehrwertsteuersätze wähnt man sich auf einer Reise nach Absurdistan: Smoothies und Maultiere werden mit sieben Prozent Mehrwertsteuer belegt – Säfte und Esel mit 19 Prozent. Die wissenschaftliche Beurteilung dieses Wildwuchses fällt dabei eindeutig aus: Für die allermeisten Umsatzsteuersatzermäßigungen gibt es keine tragfähige Begründung. Trotzdem hat sich die Bunderegierung zunächst schwer getan, das Thema beherzt anzupacken. Immerhin wurde Ende 2010 eine Kommission eingesetzt, die über die Möglichkeiten einer Reform beraten soll. Ziel der Veranstaltung ist, Reformalternativen für die Umsatzsteuer aufzuzeigen und die Frage zu klären, welche Möglichkeiten bestehen, eine strukturelle Reform der Umsatzsteuer politisch umzusetzen.
Downloads ECONWATCH-Einladung Umsatzsteuerreform
ECONWATCH-Policy Brief Umsatzsteuer
Datum 4. April 2011
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Energiekonzept der Bundesregierung: ein Bekenntnis zu Klimaschutz und Marktwirtschaft?
Referenten Prof. Dr. Norbert Eickhof (Universität Potsdam)
Prof. Dr. Georg Meran (Technische Universität Berlin)
Inhalt Euphorisch feiert die Bundesregierung ihr Energiekonzept 2050: „Wir sichern die Energieversorgung. Sie soll zuverlässig, bezahlbar und umweltfreundlich sein. Dafür haben wir als erste Regierung ein langfristiges Energiekonzept vorgelegt. Das Zeitalter von Kohle und Öl geht zu Ende. Bis 2050 sollen 80 Prozent des Stroms aus erneuerbarer Energie stammen - das wäre Weltrekord.“ Diese positive Einschätzung wird allerdings nicht allseits geteilt. Ziel der Veranstaltung ist zu klären, ob das Energiekonzept der Bundesregierung wirklich das halten kann, was es verspricht und wie eine integrierte Energie- und Umweltpolitik aussehen muss, um den Wechsel vom fossilen ins Erneuerbare Energien-Zeitalter sicher und finanzierbar zu gestalten.
Downloads ECONWATCH-Einladung Energiekonzept
ECONWATCH-Policy Brief Energiewende
Präsentation Energiekonzept von Prof. Dr. Georg Meran (TU Berlin)
Datum 14. Februar 2011
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Die Reform der Kommunalfinanzen: Mehr Handlungsfreiheit für Kommunen und Unternehmen
Referenten Prof. Dr. Hans-Günter Henneke (Deutscher Landkreistag)
Dr. Stefan Bach (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW))
Inhalt Die finanzielle Lage nicht weniger Kommunen befindet sich in einem desaströsen Zustand - auch wenn mit dem konjunkturellen Aufschwung der Handlungsdruck mancherorts nachgelassen hat. Wirksame Lösungen für dieses Problem müssen sowohl die Ausgabenseite mit der Frage nach den Aufgaben der Kommunen einbeziehen als auch grundlegende Veränderungen auf der Einnahmenseite beinhalten. Die Gewerbesteuer als eine der Haupteinnahmequellen der kommunalen Ebene wird von den Kommunen aufgrund ihrer starken Konjunkturabhängigkeit und von Unternehmen wegen ihrer Kostenbesteuerungselemente kritisiert. Ziel der Veranstaltung ist zu klären, wie die finanzielle Situation der Kommunen verbessert und ihre Selbstverantwortung gestärkt werden kann. Zudem soll die Frage geklärt werden, welche Möglichkeiten bestehen, eine strukturelle Reform politisch umzusetzen.
Downloads ECONWATCH-Einladung Kommunalfinanzen
ECONWATCH-Policy Brief Kommunalfinanzen
Präsentation Kommunalfinanzen von Dr. Stefan Bach (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW))

2010

Datum 15. November 2010
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Starke Regeln – starker Staat. Wie der Einfluss von Partikularinteressen auf die Politik vermindert werden kann
Referenten PD. Dr. Michael Wohlgemuth (Walter Eucken Institut, Freiburg)
Inhalt Politiker neigen dazu, die eigenen Wahlchancen zu erhöhen, indem sie Subventionen und Transfers zu Gunsten spezieller Bürger- und Unternehmergruppen und zu Lasten der Allgemeinheit einführen. Damit verstoßen sie gegen die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft, höhlen die Wettbewerbsordnung aus und schwächen so auch den Staat. Wie können sich Politiker aus diesem Dilemma befreien? Welche Rolle können starke Regeln spielen? Und wie können die Wähler selbst dazu beitragen, dass der Einfluss von Partikularinteressen vermindert wird?
Downloads ECONWATCH-Einladung Partikularinteressen
ECONWATCH-Policy Brief Partikularinteressen
Datum 11. Oktober 2010
Veranstaltung ECONWATCH-Panel
Titel Haushaltskonsolidierung, Steuerreform und die Frage nach den Aufgaben des Staates
Referenten

Dr. Daniela Schwarzer, Stiftung Wissenschaft und Politik
Dr. Matthias Benz, Wirtschaftskorrespondent der Neuen Zürcher Zeitung
Steffen Kampeter MdB (CDU), Parlamentarischer Staatsekretär beim Bundesminister der Finanzen
Prof. Dr. André Schmidt, Private Universität Witten/Herdecke

Das Gespräch wird moderiert durch:

Dr. Ursula Weidenfeld, Wirtschaftsjournalistin
Inhalt Nicht zuletzt die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die im Koalitionsvertrag vereinbarte Steuerreform in weite Ferne rücken lassen. Mit dem Sparpaket hat die Bundesregierung Maßnahmen beschlossen, die dafür sorgen können, dass der Bund die im Grundgesetz festgelegte Schuldenbremse erreicht und auch die Maastricht-Kriterien wieder erfüllt. Jedoch muss Haushaltskonsolidierung im Zusammenhang mit der Idee einer Steuerreform gesehen werden, die die Steuerquellen nachhaltig pflegt und die Wettbewerbsfähigkeit sichert – auch das zeigt nicht zuletzt das Beispiel einiger EU-Mitgliedsländer. Wie können Haushaltskonsolidierung und Steuerreform gemeinsam gelingen und welche Rolle kommt dem Staat nach der Finanz- und Wirtschaftskrise zu?
Downloads ECONWATCH-Einladung Staatsaufgaben
ECONWATCH-Policy Brief Haushaltskonsolidierung und Steuerreform
Datum 13. September 2010
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Öffentlich-rechtlicher Rundfunk 2.0 – von der Voll- zur Qualitätsversorgung?
Referenten Prof. Dr. Hubertus Gersdorf (Universität Rostock)
Inhalt Der öffentlich-rechtliche Rundfunk kann in Deutschland auf eine lange Tradition zurückblicken. Bekannt und scheinbar anerkannt ist, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk aus dem Gebührenaufkommen nicht nur (Qualitäts-)Journalismus in den Bereichen Information, Bildung und Beratung finanzieren darf, sondern auch massenattraktive Formate wie Spielshows, Quizsendungen oder Übertragungen von Fußballspielen. Ziel der Veranstaltung ist zu klären, ob das Leitbild einer gebührenfinanzierten Vollversorgung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch auf das Internet übertragen werden sollte und ob die gebührenfinanzierte Vollversorgung heute überhaupt noch zu rechtfertigen ist.
Downloads ECONWATCH-Einladung Öffentlich-rechtlicher Rundfunk 2.0
ECONWATCH-Policy Brief Rundfunkreform
Datum 19. Juli 2010
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Wollen wir wirklich mehr Wettbewerb?
Referenten Prof. Dr. Justus Haucap (Monopolkommision, ECONWATCH)
Inhalt Funktionierender Wettbewerb und freie Preise sind Grundlagen der Marktwirtschaft. Wettbewerb ermöglicht es den Menschen, aus einer Vielzahl von alternativen Produkten das für sich passende auszusuchen und zwingt Produzenten, nach besten Lösungen zu suchen und diese günstig anzubieten. Diese positive Wirkung konnte man zum Beispiel beim Übergang des deutschen Telekommunikationsmarktes von einen Staatsmonopol hin zu einem liberalisieren Markt erleben. Trotz dieser Erfahrungen hat es der Gedanke des Wettbewerbs in Deutschland nicht leicht. Dies belegt auch das jüngste Hauptgutachten der Monopolkommission. Ziel der Veranstaltung ist es zu zeigen, wo erhebliche Beschränkungen des Wettbewerbs in Deutschland vorliegen und wie diese geheilt werden können.
Downloads ECONWATCH-Einladung Wettbewerb
ECONWATCH-Policy Brief Privatisierung der Daseinsvorsorge
Präsentation Wettbewerb von Prof. Dr. Justus Haucap (Monopolkommision, ECONWATCH)
Datum 31. Mai 2010
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Die Reform des Sozialstaates – Alternativen zu aktuellen und vergangenen Reformen
Referenten Prof. Dr. Ronnie Schöb (Freie Universität Berlin)
Inhalt Eine zukunftsfeste Reform des Sozialstaates ist und bleibt zentrale politische Herausforderung in Deutschland. Ob marginale Veränderungen der aktuellen Ausgestaltung des Sozialstaates die Antwort sind, ist mehr als fraglich. Die neue Bundesregierung hat sich einige Änderungen, z.B. bei der Einkommensteuer oder der Sozialen Sicherung, vorgenommen. Ziel der Veranstaltung ist es zu zeigen, wo die Probleme bei der aktuellen Ausgestaltung des Sozialstaates liegen, welche Schwächen die bisherigen Reformen aufweisen und welche Alternativen zu aktuell angedachten und vergangenen Reformen bestehen.
Downloads ECONWATCH-Einladung Sozialstaat
ECONWATCH-Policy Brief Arbeitsmarktreform
Präsentation Prof. Dr. Ronnie Schöb (Freie Universität Berlin)
Datum 12. April 2010
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Corporate Social Responsibility und der ehrbare Kaufmann
Referenten Prof. Dr. Joachim Schwalbach (Humboldt-Universität zu Berlin)
Inhalt Corporate Social Responsibility beschreibt das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen, das über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht und somit freiwillig stattfindet. Hierdurch scheinen sich auch die Grenzen zwischen staatlichen und privaten Aufgaben neu zu ordnen. Ziel der Veranstaltung ist es, Entwicklungen und Chancen der Corporate Social Responsibility aufzuzeigen und zu klären, welche Rolle dem Staat hierbei zukommen kann.
Downloads ECONWATCH-Einladung CSR
ECONWATCH-Policy Brief Corporate Social Responsibility
Datum 15. Februar 2010
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Die Reform der Unternehmsteuerreform
Referenten Prof. Dr. Jochen Hundsdoerfer (Freie Universität Berlin)
Inhalt Die Unternehmensteuerreform 2008 war ein Schritt, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland im internationalen Wettbewerb zu erhöhen. Jedoch hat insbesondere die Wirtschafts- und Finanzkrise deutlich gemacht, wo die Schwächen dieser Reform lagen. Gerade in der Krise kann sie dazu führen, dass Unternehmen selbst dann noch Steuern zahlen, wenn sie Verluste machen. Dies geht an die Substanz der Unternehmen und wirkt sich somit krisenverschärfend aus. Daher hat die neue Bundesregierung Korrekturen der Unternehmensteuerreform beschlossen. Ziel der Veranstaltung ist es zu zeigen, wo genau die Probleme bei der Unternehmensteuerreform 2008 gelegen haben. Zudem soll geklärt werden, ob die beschlossenen Korrekturen ausreichen oder weitergehende Maßnahmen nötig sind?
Downloads ECONWATCH-Einladung Unternehmensteuer
ECONWATCH-Policy Brief Unternehmensteuer
Präsentation Prof. Dr. Jochen Hunsdoerfer (Freie Universität Berlin)

2010

2009

Datum 16. November 2009
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Ist Ordnungspolitik kampagnenfähig?
Referenten Lars Heitmüller (fischerAppelt) und Marius Voigt (fischerAppelt)
Inhalt Vom ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl stammt der Ausspruch, dass er nicht den Ludwig-Erhard-Preis, sondern die nächsten Wahlen gewinnen wolle. In der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, in der sich die Parteien Staatseingriffen in den Markt gegenseitig überbieten, scheint Ordnungspolitik weniger politisch gefragt zu sein denn je. Ziel der Veranstaltung ist es zu erörtern, wie es um die Kampagnenfähigkeit und Kommunizierbarkeit ordnungspolitischer Konzepte wie der Sozialen Marktwirtschaft bestellt ist. Kann man mit Ordnungspolitik Wahlen gewinnen?
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Ordnungspolitik
Datum 12. Oktober 2009
Veranstaltung ECONWATCH-Panel
Titel Soziale Marktwirtschaft in Gefahr − wohin steuert Deutschland nach der Bundestagswahl?
Referenten Dr. Karen Horn, Leiterin des Hauptstadtbüros des Instituts der deutschen Wirtschaft
Dr. Gerhard Schick MdB, Finanzpolitischer Sprecher von Bündnis90/Die Grünen
Prof. Dr. Justus Haucap, Vorsitzender der Monopolkommission und Präsident von ECONWATCH - Gesellschaft für Politikanalyse
Moderation: Dr. Ursula Weidenfeld, Journalistin
Inhalt In der öffentlichen Debatte wird unter den Eindrücken der Finanz- und Wirtschaftskrise vieles - sogar die Soziale Marktwirtschaft an sich - in Frage gestellt. Um der Krise zu begegnen, hat die Bundesregierung vielfältige Maßnahmen ergriffen, von denen manche klar den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft widersprechen. Die neue Regierung wird vor gewaltigen Herausforderungen stehen: Sie muss eine Strategie entwickeln, wie die staatlichen Interventionen wieder rückgängig gemacht werden können und nach wie vor unerledigte Strukturreformen auf den Weg bringen. Wird die Politik diesen Herausforderungen in der neuen Legislaturperiode gerecht werden?
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Soziale Marktwirtschaft in Gefahr?
Datum 7. September 2009
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Die Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten - Ein Vorbild für Deutschland?
Referenten Dr. Klaus Günter Deutsch (Deutsche Bank Research Berlin)
Inhalt Lange Zeit galten die USA mit ihrem weitgehend auf privater Initiative basierenden und durch große Flexibilität gekennzeichneten Wirtschaft als "Benchmark" für Deutschland bzw. Kontinentaleuropa. Die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise führt uns allerdings deutlich vor Augen, dass das angelsächsische Modell zumindest im Bereich der weitgehend unregulierten Finanzmärkte schwerwiegende negative Folgen haben kann. Ziel der Veranstaltung ist es zu zeigen, was die Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten ausmacht und was die Bundesrepublik Deutschland hieraus lernen kann und was nicht.
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Wirtschaftspolitik der USA
Datum 8. Juni 2009
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Public Governance − Eine Chance für Staat und Verwaltung?
Referenten Dr. Ferdinand Schuster (Institut für den öffentlichen Sektor e.V.)
Inhalt Bei der Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben kristallisiert sich eine neue Arbeitsteilung zwischen staatlichen und privaten Akteuren heraus. Hierbei wandeln sich auch die Herausforderungen für ein effizientes Management der öffentlichen Verwaltung und öffentlich-privater Projekte. Als eine Antwort auf diese Herausforderung wird Public Governance durch eine Weiterentwicklung strategischer und instrumenteller Ansätze zur Organisation des Staates gesehen. Ziel der Veranstaltung ist es, Ansätze der Public Governance mit praktischen Verbindungen zur Staats- und Verwaltungsmodernisierung zu erörtern sowie diese vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Handlungslogiken politischer und administrativer Akteure zu beleuchten.
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Public Governance
Datum 4. Mai 2009
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Zur sozialen (Im-)Mobilität in Deutschland
Referenten PD Dr. Joachim R. Frick und Dr. Markus M. Grabka (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung − DIW)
Inhalt Zwischen der Aussicht auf ”Wohlstand für alle” durch das System der sozialen Marktwirtschaft und der zumindest gefühlten Realität, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden, klafft eine große Lücke. Aufstiegschancen scheinen in Deutschland eher frommer Wunsch als Wirklichkeit. Ziel der Veranstaltung ist es zu erörtern, wie es um die soziale Ungleichheit und die soziale Mobilität in Deutschland tatsächlich bestellt ist, welche Ursachen dem Status Quo zugrunde liegen und welche Möglichkeiten bestehen, die soziale Mobilität der Bürger in Deutschland zu erhöhen.
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Soziale (Im-)Mobilität in Deutschland
Datum 30. März 2009
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Das Dilemma zwischen Sozialer Marktwirtschaft und Demokratie
Referenten Prof. Dr. Charles B. Blankart (Humboldt-Universität zu Berlin)
Inhalt Gerade in Zeiten der Finanzmarktkrise hat das Leitbild der Sozialen Marktwirtschaft Kratzer bekommen und war selten so umstritten wie heute. Neben der aktuellen Vertrauenskrise besteht auch prinzipiell ein Anreiz für Politiker, von den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft abzuweichen. Die Demokratie selbst neigt dazu, die Soziale Marktwirtschaft zu untergraben. Ziel der Veranstaltung ist es zu zeigen, dass es sich bei der Sozialen Marktwirtschaft um ein Konzept ohne überzeugende Alternative handelt und welche Möglichkeiten bestehen, das Dilemma zwischen Sozialer Marktwirtschaft und Demokratie aufzulösen.
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Soziale Marktwirtschaft vs. Demokratie
Datum 2. März 2009
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Unternehmertum - Weg aus der Arbeitslosigkeit?
Referenten Prof. Dr. Alexander Kritikos (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung − DIW)
Inhalt Trotz der beachtlichen Erfolge der letzten Jahre - seit 2005 entstanden 1,6 Millionen neue Arbeitsplätze - bleibt der Arbeitsmarkt die Achillesferse der deutschen Volkswirtschaft. Mit Einführung der Ich-AG im Jahr 2003 stieg die Zahl der geförderten Gründungen aus Arbeitslosigkeit deutlich an. Ziel der Veranstaltung ist es zu erörtern, ob Unternehmertum wirklich ein Weg aus der Arbeitslosigkeit ist und wie wirksam die von der Bundesagentur für Arbeit aktuell eingesetzten Instrumente sind.
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Unternehmertum
Datum 2. Februar 2009
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Lernen von der Schattenwirtschaft!
Referenten Prof. em. Dr. Wolf Schäfer (Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg)
Inhalt Die Beurteilung von wirtschaftlichen Aktivitäten im Bereich der Schattenwirtschaft fällt zumeist eindeutig aus: Betätigungen in diesem Wirtschaftszweig sind gesellschaftlich unerwünscht, werden bisweilen als unmoralisch angesehen und sind zudem häufig illegal. Der Staat beklagt milliardenschwere Mindereinnahmen von Steuern und Sozialabgaben. Hierbei wächst die Schattenwirtschaft in Deutschland seit Jahren stärker als die eher verhalten wachsende offizielle Wirtschaft. Ziel der Veranstaltung ist es zu erörtern, welches die Ursachen des unterschiedlichen Erfolgs der beiden Wirtschaftszweige sind und welche Rolle unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen dabei spielen.
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Lernen von der Schattenwirtschaft
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2008

Datum 24. November 2008
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Arbeitsmarkt und Wettbewerb
Referenten Prof. Dr. Justus Haucap (Universität Erlangen-Nürnberg und Vorsitzender der Monopolkommission)
Inhalt Ziel der Veranstaltung ist es zu erörtern, welche Auswirkungen die Mindestlohngesetzgebung haben wird so wie sie jetzt in den Entwürfen für ein novelliertes Gesetz über die Festsetzung von Mindestarbeitsbedingungen und zur Reform des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes vorgesehen ist. Zudem soll die Frage diskutiert werden, ob angesichts der Erosion des Flächentarifsystems und der entstehenden Tarifkonkurrenz eine Wettbewerbsordnung für den Arbeitsmarkt erforderlich ist.
Datum 20. Oktober 2008
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Föderalismusreform II
Referenten Dr. Beate Jochimsen (Wissenschaftszentrum Berlin − WZB)
Inhalt Im März 2007 haben Bundestag und Bundesrat die Föderalismuskommission II ins Leben gerufen um die Finanzbeziehungen in der Bundesrepublik Deutschland neu zu ordnen. Hierbei reichen beispielsweise die Reformvorschläge zu öffentlichen Verschuldungsregeln von Verschuldungsverboten bis hin zur Auflösung der Solidargemeinschaft von Bund und Ländern sowie der Insolvenzfähigkeit einzelner Bundesländer. Ziel der Veranstaltung ist es zu erörtern, welche Chancen die Föderalismusreform II bietet, die Effizienz des Staatsaufbaus der Bundesrepublik Deutschland zu erhöhen.
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Föderalismusreform II
Datum 8. September 2008
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Der ökonomische Ansatz in der europäischen Wettbewerbspolitik
Referenten Prof. Lars-Hendrik Röller, PhD (Ehemaliger Chefökonom der Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission und Präsident der European School of Management and Technology)
Inhalt Der ökonomische Ansatz in der europäischen Wettbewerbspolitik hat deutlich an Bedeutung gewonnen. Ziel der Veranstaltung ist es zu erörtern, wo die Vorzüge und Grenzen der ökonomischen Analyse liegen und ob der ökonomische und der juristische Ansatz vereinbar sind. Darüber hinaus soll geklärt werden, wie sich wirtschaftswissenschaftliche Argumente auf EU-Ebene durchsetzen konnten und welche Chancen bestehen, diesen auch in Deutschland mehr Gehör zu verschaffen - und das nicht nur in wettbewerbspolitischen Fragen.
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Europäische Wettbewerbspolitik
Datum 9. Juni 2008
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Wissenschaftlich fundierte Politikkonzeptionen und deutsche Medien
Referenten Dr. Karen Horn (Leiterin des Hauptstadtbüros des Instituts der Deutschen Wirtschaft und ehemalige Wirtschaftsredakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
Inhalt Während von wissenschaftlicher Seite Antworten auf zahlreiche wirtschaftspolitische Probleme der heutigen Zeit vorliegen, so schlagen sich diese nur selten in der deutschen Medienlandschaft nieder. Der Wirtschafts- und Politikjournalismus verharrt, nicht zuletzt aufgrund des knappen Zeitbudgets im Redaktionsalltag, häufig in seiner kommunikativen Selbstbezüglichkeit. Ziel der Veranstaltung ist es zu erörtern, warum wissenschaftlich fundierte Politikkonzeptionen in den Deutschen Medien so schwach vertreten sind und welche Möglichkeiten bestehen, die Informationsbasis der Bürger spürbar zu verbreitern.
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Politikkonzeptionen und Medien
Datum 5. Mai 2008
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Professionalisierung der Politikberatung
Referenten Sebastian Lange (Chefredakteur von politik & kommunikation)
Inhalt Seit einigen Jahren ist ein deutlicher Trend zur Professionalisierung der Politikberatung in Deutschland beobachtbar. Auch zeigen sich erste Ansätze einer unabhängigen Think Tank Struktur. Ziel der Veranstaltung ist es, zu erörtern, wie die Perspektiven der politischen Beratung in Deutschland und Europa aussehen und welche Rolle wissenschaftlich fundierte Beratungsansätze hierbei spielen können.
Datum 31. März 2008
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Flat Tax - Zu einer Fundamentalreform der deutschen Einkommensteuer
Referenten Prof. Dr. Hans-Georg Petersen (Universität Potsdam und Mitglied des Heidelberger Steuerkreises)
Inhalt Die fundamentale Reform der deutschen Einkommensteuer hin zu einer Einfachsteuer wird von Experten als steuerliche Grundlage für nachhaltig mehr Wachstum und Beschäftigung gesehen. Ziel der Veranstaltung ist es zu erörtern, wo die Vorzüge der Einfachsteuer liegen und welche Berechtigung geäußerte Reformängste haben. Darüber hinaus soll geklärt werden, welche Chancen bestehen, fundamentalen Reformansätzen in Deutschland mehr Gehör zu verschaffen.
Downloads Steuerkonzept den Heidelberger Steuerkreises
Datum 25. Februar 2008
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Der Wettbewerb um die Eliten - Der Wissenschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb
Referenten Prof. Dr. Eckhard Schröter (Zeppelin University Friedrichshafen)
Inhalt Der Wettbewerb um die besten Köpfe ist voll entbrannt. Die Wissenschaftsstandorte konkurrieren um hierbei die Auswahl von Studenten sowie um Lehr- und Forschungspersonal. Im Vorteil sind die Institutionen, die über die notwendige finanzielle Ausstattung und das Humankapital verfügen, um beste Bedingungen für Forschung und Lehre anzubieten. Ziel der Veranstaltung ist es, den Wettbewerb um die Eliten zu analysieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Institutionen aus Deutschland im internationalen Wettbewerb bestehen können.
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Wissenschaftsstandort Deutschland
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2007

Datum 26. November 2007
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Bestens regiert? - Anreize und Selektionseffekte entlang politischer Karrierepfade
Referenten Prof. Dr. Nils Diederich (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin)
Inhalt Politische Entscheidungsträger werden in Deutschland häufig negativ beurteilt. Umfragen zeigen eine fortdauernde Unzufriedenheit mit dem politischen Personal. Politikverdrossenheit, Wahlenthaltung und Protestwählerverhalten sind keine Übergangserscheinungen, sondern kennzeichnende Bestandteile der parlamentarischen Demokratie bundesrepublikanischer Prägung. Ziel der Veranstaltung ist es, Anreizmechanismen und Selektionseffekte entlang der Karrierepfade von Politikern zu identifizieren und Möglichkeiten einer Weiterentwicklung des politischen Auswahlprozesses zu diskutieren.
Datum 23. Oktober 2007
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Die Grenzen der Staatsverschuldung
Referenten Prof. Dr. Charles Beat Blankart (Humboldt-Universität zu Berlin)
Inhalt Ziel der Veranstaltung ist es, Gründe für eine Begrenzung der Staatsverschuldung zu identifizieren und Methoden zur wirksamen Verschuldungsbegrenzung sowie Möglichkeiten ihrer Durchsetzbarkeit in der politischen Praxis zu entwickeln.
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Staatsverschuldung
Datum 10. September 2007
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Energiepolitik in einem komplexen und dynamischen Umfeld
Referenten Prof. Dr. Claudia Kemfert (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung - DIW)
Dr. Stephan Krieger (Koordinator Energiepolitik des VDEW e.V.)
Inhalt Ziel der Veranstaltung ist es, zu erörtern, wie eine rationale Energiepolitik in einem komplexen und dynamischen Umfeld aussieht und vor welchen Herausforderungen die strategische Kommunikation steht, das Vertrauen der Verbraucher und Wähler wiederzugewinnen?
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Energiepolitik
Datum 17. April 2007
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Deutschland - eine Schweizer Bestandsaufnahme
Referenten Dr. Peter Rásonyi (Neue Züricher Zeitung)
Inhalt Wie sind die Unterschiede der Economic Performance der beiden Länder zu erklären? Deutliche Unterschiede finden sich in der Wirtschaftspolitik, der Arbeitsmarktpolitik sowie in der Ausgestaltung der Sozialversicherungssysteme, wobei die bundesrepublikanische Variante des Föderalismus wie auch die faktische Abstinenz direktdemokratischer Elemente in Deutschland den Status Quo konservieren. Was kann Deutschland von der Schweiz lernen - und will Deutschland überhaupt von der Schweiz lernen?
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Deutschland - eine Schweizer Bestandsaufnahme
Datum 5. März 2007
Veranstaltung ECONWATCH-Meeting
Titel Corporate Governance und öffentliche Unternehmen
Referenten Karin Sahr (Ernst & Young)
Prof. Dr. Jens Harms (Präsident des Rechnungshofes Berlin)
Inhalt Ziel der Veranstaltung ist es zu klären, welche spezifischen Probleme der Corporate Governance sich bei öffentlichen Unternehmen ergeben und ob die Einführung eines Public Corporate Governance Kodex ein Ansatz zur wirksamen Steuerung und Kontrolle öffentlicher Unternehmen sein kann. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, welche Güter überhaupt ausschließlich von öffentlichen Unternehmen bereitgestellt werden können und ob nicht ein "mehr an Markt" viele der aufgeworfenen Fragen obsolet machen würde.
Downloads ECONWATCH-Policy Brief Public Corporate Governance
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