Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit ist nicht nur für jeden einzelnen Betroffenen ein persönlicher Schicksalsschlag, sondern bedeutet gesamtwirtschaftlich, dass Deutschland hinter seinen produktiven Möglichkeiten zurückbleibt. Derzeit sind hierzulande deutlich unter drei Millionen Menschen arbeitslos. Insgesamt erhalten rund sechs Millionen Erwerbsfähige staatliche Unterstützung. Das ist jeder siebte des Erwerbspersonenpotenzials. In der Politik führt das Thema „Arbeitslosigkeit“ immer wieder zu intensiven und auch emotional geführten Debatten, etwa um Langzeitarbeitslosigkeit, Hartz IV oder die Einführung von Mindestlöhnen. Reformen, die es mehr Menschen in Deutschland ermöglichen, aktiv am Erwerbsleben teilzuhaben, sind dringlich geboten.

Alternativen zu aktuellen und vergangenen Reformen

(28.07.2010) Trotz des konjunkturellen Aufschwungs erhalten sechs Millionen Erwerbsfähige in Deutschland staatliche Unterstützung. Das ist jeder siebte des Erwerbspersonenpotenzials. Arbeitslosigkeit ist in Deutschland vorwiegend ein Qualifikationsproblem. Die Hartz-Reformen haben zwar die Anreize zur Arbeitsaufnahme verbessert, jedoch ist die derzeitige Anrechnung von Einkommen auf die Förderung unzweckmäßig, da Vollzeit- gegenüber Teilzeitbeschäftigung diskriminiert wird. Als Königsweg gegen Arbeitslosigkeit, sind bildungspolitische Maßnahmen zu forcieren. Lohnergänzungssysteme müssen anreizkompatibler ausgestaltet werden und zugleich die fiskalischen Belastungen möglichst gering halten. Auf Mindestlöhne sollte dringlichst verzichtet werden, denn sie führen zu Arbeitslosigkeit, gerade bei Geringqualifizierten.

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ECONWATCH-Policy Brief Arbeitsmarktreform
Präsentation Arbeitsmarktreform von Prof. Dr. Ronnie Schöb


Hinweis: Seit 2010 sind wir unter dem Namen "ECONWATCH – Gesellschaft für Politikanalyse e.V." tätig. Mit seinen Veranstaltungen und Veröffentlichung zielt ECONWATCH auf eine stärkere Information und Bildung von Fachkreisen und der Öffentlichkeit.


Unternehmertum – Weg aus der Arbeitslosigkeit?

(14.04.2009) Die Einführung der „Ich-AGs“ im Rahmen der Hartz-Reformen hat zu einer Gründungswelle in Deutschland geführt. Dass diese Gründungen oftmals wieder in Arbeitslosigkeit münden, hat sich empirisch nicht bestätigt. Auch verdienen die Gründer Jahre nach der Förderung mehr als vergleichbare Personen. Unternehmertum kann – gefördert oder nicht – durchaus als erfolgversprechender Weg aus der Arbeitslosigkeit gesehen werden. Neben der Ausgestaltung der Förderinstrumente sind eine möglichst kurze Dauer vorangegangener Arbeitslosigkeit sowie die vorhandene Berufserfahrung in derselben Branche entscheidend für den Erfolg. Darüber hinaus können der Abbau bürokratischer Hemmnisse und die Verbesserung der ökonomischen Schulbildung das Gründerumfeld am Standort Deutschland günstig beeinflussen.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie hier:

Hayek-Kreis Statement Unternehmertum - Weg aus der Arbeitslosigkeit?


Lernen von der Schattenwirtschaft

(19.02.2009) Die Beurteilung von Aktivitäten im Bereich der Schattenwirtschaft fällt zumeist eindeutig aus: Betätigungen in diesem Wirtschaftszweig sind gesellschaftlich unerwünscht, werden bisweilen als unmoralisch angesehen und sind zudem häufig illegal. Der Staat beklagt milliardenschwere Ausfälle von Steuern und Sozialabgaben. Jedoch wächst die Schattenwirtschaft in Deutschland seit Jahren kräftiger als die offizielle Wirtschaft. Eine Konsequenz hieraus ist, dass es Deutschland wirtschaftlich besser geht, als in offizielle Statistiken auswiesen wird. Doch was macht den „Erfolg“ der Schattenwirtschaft aus? Die Verträge in der Schattenwirtschaft werden freiwillig und unbürokratisch zwischen den Vertragspartnern geschlossen. Bei den vereinbarten Zahlungen gilt „brutto gleich netto“. Möchte die Politik die Schattenwirtschaft wirksam bekämpfen, sollte sie daher den Arbeitsmarkt unbürokratischer gestalten und die Steuer- und Abgabenlasten reduzieren.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie hier:

Hayek-Kreis Statement Schattenwirtschaft