Umwelt, Energie und Verkehr
Nachhaltigkeit bedeutet den Bedürfnissen der jetzigen Generation nachzukommen, ohne die Bedürfnisse der zukünftigen Generationen zu vernachlässigen. Gerade vor Wahlen erscheint die Möglichkeit, Lasten in die ferne Zukunft zu verschieben als verlockende Politikalternative. Energiepolitische Konzepte werden oft aus dem Zusammenhang ihrer umwelt- und wettbewerbspolitischen Bedeutung gerissen und zu isoliert diskutiert. Es wird dem wichtigen Ziel des Klimaschutzes nicht gerecht, entscheidende Aspekte des technischen Fortschritts und der Wirkung von Wettbewerb außer acht zu lassen. Eine leistungsfähige Infrastruktur ist wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung eines Standorts.
Energiewende nutzen - Instrumentenkasten aufräumen!
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- Eickhof
(29.05.2011) Nach der Havarie der Atommeiler in Fukushima dürfte das Energiekonzept der Bundesregierung als das mit der kürzesten Bestandsdauer in die Geschichtsbücher eingehen. Das kann jedoch auch eine Chance für die Politik sein, die Widersprüchlichkeiten im Energiekonzept zu beseitigen und den umweltpolitischen Instrumentenkasten aufzuräumen. Grundsätzlich werden die Preise fossiler Ressourcen knappheitsbedingt weiter ansteigen. Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz werden daher auch ohne Staatseingriffe immer lohnender. Soll der Umbau des Energiesystems schneller erfolgen, sollten möglichst wenige umweltpolitische Instrumente eingesetzt werden, die das Ziel zu möglichst geringen Kosten erreichen. Dies ist aktuell nicht der Fall: Ein ganzes Konzert von zum Teil gegenläufigen Staatseingriffen, wie z. B. Emissionszertifikatehandel, Festpreise in Form von Einspeisevergütungen, Stromsteuern und Subventionen an fast alle Energieträger zugleich, führt dazu, dass Klimaschutz nicht kostengünstig erreicht werden kann und die Verbraucher unnötig belastet werden.
Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie hier:
ECONWATCH-Policy Brief Energiewende
Präsentation Energiekonzept von Prof. Dr. Georg Meran (TU Berlin)
Hinweis: Seit 2010 sind wir unter dem Namen "ECONWATCH – Gesellschaft für Politikanalyse e.V." tätig. Mit seinen Veranstaltungen und Veröffentlichung zielt ECONWATCH auf eine stärkere Information und Bildung von Fachkreisen und der Öffentlichkeit.
Energiepolitik in einem komplexen und dynamischen Umfeld
(10.09.2007) Die Energiemärkte befinden sich national wie international in einem dynamischen Wandel. In den Medien kann man täglich die Debatten über die Energiepreise, Wettbewerb, Anreizregulierung, Entflechtung aber auch über die möglichen Auswirkungen des CO2-Ausstoßes auf den Klimawandel verfolgen. Häufig werden diese Themen in Politik, Wirtschaft und in der Bevölkerung als alleinstehende Probleme behandelt. Hingegen offenbart ein konziser Blick die Interdependenzen zwischen Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Daher ist ein integrierender Politikansatz geboten. Auf der Verbraucherseite sollten Effizienzpotenziale knsequent genutzt werden. Der grenzüberschreitende Handel sollte durch Ausbau der Infrastruktur und hier speziell der LNG-Infrastruktur (Liquified Natural Gas) gefördert werden - auch um Lieferabhängigkeiten zu verringern. Produktion und Netz müssen als Grundbedingung für eine verbesserte Wettbewerbssituation getrennt werden. Dabei sollte ein diskriminierungsfreier Zugangs zur Netzinfrastruktur durch eine Regulierungsbehörde gewährleistet werden. Bei der Wahl der Form des unbundlings (legal vs ownership unbundling) sollte vorsichtig zwischen den Zielen der Reduktion von Diskriminierungspotenzialen und Anreiz für Investitionen in Netzinfrastruktur abgewogen werden.
Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie hier:
Hayek-Kreis-Statement Energiepolitik
Präsentation Energiepolitik von Prof. Dr. Kemfert (DIW)
Präsentation Energiepolitik von Dr. Krieger (VDEW)


